5 Gegentore und Frust-Rot: RB Leipzig geht gegen Hoffenheim unter

Leipzig - Nächster Rückschlag im Kampf ums Erreichen der Champions League für RB Leipzig! Das Hasenhüttl-Team verlor am 31. Spieltag mit einer fragwürdigen Leistung gegen 1899 Hoffenheim mit 2:5 (0:3). Damit wurden die Sachsen im direkten Duell von der TSG überholt und können die Champions-League-Träume langsam begraben.

Ademola Lookman kann es nicht fassen. RB Leipzig ließ sich schon im ersten Durchgang ausknocken. Aber auch der zweite ging komplett die Hose.
Ademola Lookman kann es nicht fassen. RB Leipzig ließ sich schon im ersten Durchgang ausknocken. Aber auch der zweite ging komplett die Hose.  © DPA

Keine der beiden Mannschaften konnte sich in der Anfangsphase Spielvorteile erarbeiten. Die dicksten Gelegenheiten vergaben Klostermann (11.) und Demme (13.). Direkt im Gegenzug klingelte es erstmals: Schulz konnte einen Gulacsi-Abpraller zum 1:0 für Hoffenheim nutzen (14.).

20 Minuten passierte nicht viel, ehe Gnabry den zweiten Leipziger Abwehrfehler eiskalt zum 2:0 für die Gäste nutzte (35.).

Bevor es mit einem Pfeifkonzert in die Halbzeit ging, erhöhte Kaderabek noch auf 3:0.

Die beiden Teams waren noch nicht mal richtig auf dem Feld, da sah Forsberg nach einer Tätlichkeit Rot (47.). Keita konnte verkürzen, doch Kramaric schlug Sekunden später zurück 1:4 (59.).

Fünf Minuten später durfte auch Rupp mal - 1:5! Ein bisschen Ergebniskosmetik gab's noch: Upamecano "verschönerte" den Endstand auf 2:5.

Die Bullen rutschen mit dieser herben Klatsche in der Tabelle auf Platz sechs ab.

Keita und Upamecano auf der Bank - Leipzig schon nach 45 Minuten K.O.

Eins, zwei, drei: Hoffenheim um Nadiem Amiri (l.) und Serge Gnabry machten schon in der ersten Halbzeit alles klar.
Eins, zwei, drei: Hoffenheim um Nadiem Amiri (l.) und Serge Gnabry machten schon in der ersten Halbzeit alles klar.  © Picture Point/S. Sonntag

Im Vergleich zum 1:1 in Bremen kamen die Angreifer Bruma und Lookman neu ins Team.

Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten gehörte den Gastgebern die erste Chance: Forsberg schickte Klostermann auf die Reise, dessen Hereingabe von rechts zu Werner aber geblockt werden konnte (11.).

Direkt im Gegenzug wurde es auf der anderen Seite gefährlich. Orban rutschte beim Klärungsversuch der Ball über den Fuß und von dort knapp am Pfosten vorbei ins Toraus (12.). Demmes Schuss danach konnte Baumann halten (13.).

Es ging hin und her. Und dann schlug die TSG zu: Gnabry schickte Schulz, dessen Schuss konnte Gulacsi nicht festhalten. Uth staubte ab - 0:1 (14.).

Plötzlich wurde Lookman perfekt von Konaté angespielt, lief allein auf den Keeper zu, doch Baumann klärte den Lupfer mit der Schulter (27.).

Nach einem kurzen Abstoß von Gulacsi verlor Orban den Ball an Uth, die Kugel landete beim mitgelaufenen Gnabry und der netzte freistehend zum 2:0 für Hoffenheim ein (35.).

Es kam noch schlimmer! Nach einem flachen, scharfen Pass in den Strafraum von Uth musste Kaderabek nur den Fuß hinhalten - 0:3 (45.). Mit Pfiffen ging's in die Kabinen.

RB nach Forsberg-Rot tot - Ciao, Champions League?

Kurz nach Anpfiff des zweiten Durchgangs sah Forsberg (2.v.r.) nach einer Tätlichkeit Rot.
Kurz nach Anpfiff des zweiten Durchgangs sah Forsberg (2.v.r.) nach einer Tätlichkeit Rot.  © DPA

Wie hätte man auf diese erste Halbzeit noch einen draufsetzen können? Nicht mit dem 0:4, sondern mit einer Roten Karte. Die sah Forsberg, nachdem er von Grillitsch gestoppt wurde, aber mit dem Arm ausholte und sich zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ (47.).

Doch die 41.780 Zuschauer konnten kurz jubeln: Keita tänzelte die Abwehr aus und traf unter Mithilfe von Schlussmann Baumann zum 1:3. Wenige Sekunden später folgte der Genickbruch, denn Kramaric konnte einköpfen, nachdem Gulacsi eine Flanke nicht abwehrte - 1:4 (59.).

Und Leipzigs Hintermannschaft offenbarte weiter Lücken. Amiri konnte unbedrängt flanken, Rupp hielt den Fuß rein - 1:5 (64.).

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Sachsen aufgegeben. 1899 hätte gut und gern noch ein, zwei Tore schießen können, aber Upamecano gelang mit dem 2:5 noch Ergebniskomestik. Dennoch dicke Packung, nachdem RB schon das Hinspiel 0:4 verlor.

Nächste Woche Sonntag (15.30 Uhr) ist der Vizemeister bei Abstiegskandidat Mainz 05 zu Gast. Verspielen die Roten Bullen im Bundesliga-Endspurt auch noch die Europa League?


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