Baut RB Leipzig seine positive Bilanz gegen Hoffenheim aus?

Ex-Kapitän Dominik Kaiser erzielte am 28. August 2016 beim 2:2 in Hoffenheim das erste Bundesliga-Tor in der Geschichte von RB Leipzig.
Ex-Kapitän Dominik Kaiser erzielte am 28. August 2016 beim 2:2 in Hoffenheim das erste Bundesliga-Tor in der Geschichte von RB Leipzig.  © DPA

Leipzig - Trainer Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig denkt noch nicht an die Vertragsverlängerung, er will nur punkten. Am liebsten gleich wieder am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim. Nur das zählt für den 50-jährigen Österreicher.

"Wir treffen auf einen Gegner, der uns alles abverlangen wird. Es ist ein Gegner, der körperlich, mental und taktisch auf allerhöchstem Niveau ist", sagte der RB-Coach am Freitag und lobte TSG-Trainer Julian Nagelsmann (30): "Mein Kollege macht da einen extrem guten Job. Ich erwarte ein schweres, intensives Spiel und einen Gegner, der taktisch mehrere Grundordnungen hat."

Verzichten muss Hasenhüttl nur auf seinen Landsmann Marcel Sabitzer, der weiterhin "an seiner Schulterverletzung zu leiden hat." Eine Option für das Spiel am Samstag in Sinsheim ist hingegen wieder Stefan Ilsanker (28).

"Er war die ganze Woche im Training, von Anfang an ist er aber noch kein Thema", betonte der Fußballlehrer. Derzeit haben die Leipziger als Tabellenzweiter sechs Punkte Vorsprung auf die TSG. Hoffenheim blieb die letzten drei Heimspiele sieglos und verlor zuletzt beim Hamburger SV mit 0:3.

Wenn der Trainer ihn aufstellt, könnte es Leipzigs Bernardo (re.) wieder mit Stürmer Sandro Wagner zu tun bekommen.
Wenn der Trainer ihn aufstellt, könnte es Leipzigs Bernardo (re.) wieder mit Stürmer Sandro Wagner zu tun bekommen.  © DPA

Die Generalprobe für das letzte Gruppenspiel am kommenden Mittwoch in der Champions League gegen Besiktas Istanbul war eigentlich nur Nebensache.

Primär zeigten die beiden RB-Sportverantwortlichen Ralph und Ralf eher ihre Zuneigung füreinander. Immerhin will Sportdirektor Ralf Rangnick (59) nach seiner eigenen Vertragsverlängerung bis 2021 (TAG24 berichtete) auch den erst im Sommer 2019 auslaufenden Kontrakt von Hasenhüttl verlängern.

"Wir wollen diesen Weg hier noch länger zusammen gehen. Ralph wird genau die gleiche Zeit bekommen wie ich, um es sich genau zu überlegen. Wir haben noch anderthalb Jahre Zeit, an der Wertschätzung wird sich daran in dieser Zeit nichts ändern", betonte Rangnick. Das Okay von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz (73) ist längst da.

Hasenhüttl hat keine Eile, will weiter die Doppelbelastung mit seinem Trainerteam perfekt planen und stemmen. Selbst mögliche Begehrlichkeiten vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München schiebt er gekonnt beiseite.

"Ich glaube nicht, dass ein Trainer Hasenhüttl Kandidat beim FC Bayern sein kann - aus mehreren Gründen. Der FC Bayern kann sich jeden Trainer der Welt holen, mit viel mehr Erfahrung." Er selbst sieht sich noch nicht reif genug dafür. "Dementsprechend habe ich an mich den Anspruch, ich muss mich auf dem höchsten Level bewegen. Das tue ich noch nicht", meinte er.

Spekulationen und Vertragsverlängerungen beiseite, am heutigen Samstag wartet der Bundesliga-Alltag auf die Roten Bullen. Mit einem Sieg und einer (eher unwahrscheinlichen) Niederlage des FC Bayern gegen Aufsteiger Hannover 96 würde RB nach Punkten mit dem Rekordmeister gleichziehen.

Im letzten Duell konnte RB Leipzig zuhause 2:1 gewinnen. Gibts nun auch auswärts bei der TSG den ersten Sieg?
Im letzten Duell konnte RB Leipzig zuhause 2:1 gewinnen. Gibts nun auch auswärts bei der TSG den ersten Sieg?  © DPA

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