4. Spiel ohne Sieg! RB Leipzig scheitert an eigener Chancenverwertung

RB Leipzig (hier: Yussuf Poulsen, vorn, gegen Felix Uduokhai) behauptete den Ball sehr oft. Ihre Überlegenheit reichte jedoch nicht zum Sieg.
RB Leipzig (hier: Yussuf Poulsen, vorn, gegen Felix Uduokhai) behauptete den Ball sehr oft. Ihre Überlegenheit reichte jedoch nicht zum Sieg.  © DPA

Wolfsburg - Mit einer zum Ende hin unkonzentrierten Leistung verlor RB Leipzig am Wochenende beim 2:2 gegen Mainz zwei Punkte. Und auch gegen den VfL Wolfsburg gab es trotz phasenweise klarer Dominanz nur ein 1:1 (0:1). Damit ist RB wettbewerbsübergreifend seit vier Spielen sieglos.

Mit 27 Punkten sind die Leipziger seit der Einführung der Dreipunkte-Regel der schlechteste Zweitplatzierte aller Zeiten. Das dürfte den Bullen ziemlich egal sein. Immerhin sind sie Zweiter und bleiben es (vorerst) auch.

Während der Leipziger Drangphase in Wolfsburg gab es einen durch Konaté verursachten Foulelfmeter, den Verhaegh sicher zum 1:0 für den VfL verwandelte (15.).

RB dominierte die Partie in den ersten 45 Minuten phasenweise sehr deutlich, erspielte sich 8:1 Torschüsse, hatte mehr Ballbesitz, eine bessere Zweikampfquote und 7:1 Ecken. Das Tor trafen sie jedoch nicht.

Dies wurde für die zweite Halbzeit aufgehoben. Nach schönem Pass von Poulsen auf Halstenberg schob Letzterer den Ball am Torhüter vorbei zum 1:1 in den Kasten (53.).

Die Niedersachsen drückten, hatten durch Origi (78./80.) und Malli (88.) noch dicke Chancen. Tore fielen nicht mehr, RB musste sogar nach Gelb-Rot gegen Upamecano zu Zehnt das Spiel beenden. Es wurde letztendlich ein Zitterpunkt.

Ibrahima Konaté kommt angesprungen, versucht Mario Gomez den Ball wegzuspitzeln. Doch er tritt dem Nationalstürmer auf den Fuß, der daraufhin fällt. Den Elfmeter verwandelte Paul Verhaegh sicher.
Ibrahima Konaté kommt angesprungen, versucht Mario Gomez den Ball wegzuspitzeln. Doch er tritt dem Nationalstürmer auf den Fuß, der daraufhin fällt. Den Elfmeter verwandelte Paul Verhaegh sicher.  © Picture Point/S. Sonntag

Mit Upamecano, Konaté und Halstenberg gab es gleich drei Veränderungen in der Verteidigung. Neu dabei waren auch Keita und Bruma. Sabitzer/Forsberg fehlten weiter verletzt, Bernardo und Augustin waren krank.

Nach einer Phase des gegenseitigen Abtastens trat Ibrahima Konaté im Strafraum Mario Gomez auf den Fuß. Der Stürmer ließ sich fallen, es gab Elfmeter. Den konnte Paul Verhaegh sicher verwandeln - 0:1 aus Sicht der Leipziger (15.). Bitter, da RB bis dato mehr Spielanteile hatte.

Beeindrucken ließ sich der Vizemeister vom Rückstand nicht, drängte direkt auf das 1:1. Mit tollen Spielzügen kombinierten sie sich durch die Wolfsburger Hälfte.

RB hatte zwischenzeitlich mehr Ballbesitz, 6:0 Ecken und gewann zwei Drittel der Zweikämpfe. Die eigenen Angriffe konnten die Wolfsburger Verteidiger immer wieder in höchster Not entschärfen.

Besonders die Leipziger Naby Keita und Bruma hatten tolle Tricks auf Lager, die auch meist glückten, jedoch nicht zu einem Treffer führten. Trotz am Ende acht Torschüssen ging es mit einem 0:1 in die Halbzeit.

Achtung, "Halste" kommt zum Jubeln! Yussuf Poulsen (l.) nimmt sich in Acht, als Marcel Halstenberg nach seinem Tor zum 1:1 auf ihn zugelaufen kommt.
Achtung, "Halste" kommt zum Jubeln! Yussuf Poulsen (l.) nimmt sich in Acht, als Marcel Halstenberg nach seinem Tor zum 1:1 auf ihn zugelaufen kommt.  © Picture Point/S. Sonntag

Auch in Durchgang zwei zeigten die Gäste den Niedersachsen direkt, wer Tabellenzweiter ist. Der Druck auf den Wolfsburger Strafraum inklusive des Tores nahm nicht ab.

Und die enorme Überlegenheit wurde belohnt. Yussuf Poulsen wurde von Bruma im Strafraum angespielt, passte auf den anstürmenden Marcel Halstenberg. Der schob den Ball an Casteels vorbei zum 1:1 ins Tor (53.). Es war Halstenbergs erster Treffer in der Bundesliga.

Gomez fasste sich in der 56. Minute mal ein Herz, zog aus 18 Metern ab, jagte den Ball jedoch über Gulacsis Kasten.

RB hatte aber dann ausnahmsweise auch mal ordentlich Dusel. Nach einer flachen und abgefälschten Hereingabe von Links stand Divock Origi zwei Meter vor dem Tor und brachte das Kunststück fertig, den Ball über den Kasten zu schießen (78.).

Zwei Minuten später prüfte Origi Gulacsi mit einem guten Schuss, doch der Ungar blieb Sieger. Plötzlich waren die Wolfsburger da und RB drohte, das Spiel sogar noch zu verlieren. Yunus Malli tänzelte die sächsische Abwehr schwindelig, sein Schuss war aber zu schwach (88.).

Dayot Upamecano sah in der 2. Minute der Nachspielzeit sogar noch Gelb-Rot nach einer Ellbogen-Attacke gegen den eingewechselten Victor Osimhen. Der Vizemeister musste um den Punkt bangen, doch danach war Schluss.

Die Roten Bullen bleiben Zweiter, können aber am Mittwoch noch von Schalke 04 (gegen Augsburg) überholt werden. Wolfsburg spielte schon zum 10. Mal Remis.

RB Leipzig schließt das Jahr am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC ab. Anstoß in der Red Bull Arena ist 18 Uhr. Vier Wochen später beginnt bereits am 13. Januar die Rückrunde gegen Schalke (18.30 Uhr).


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