Drei Ausfälle! Aber RB Leipzig will in Wolfsburg die Geilheit zurück

Im Vorjahr freute sich Emil Forsberg über seinen Siegtreffer zum 1:0 in Wolfsburg. Diese Saison fehlt der Schwede.
Im Vorjahr freute sich Emil Forsberg über seinen Siegtreffer zum 1:0 in Wolfsburg. Diese Saison fehlt der Schwede.  © DPA

Leipzig - Nach dem 2:2 gegen Mainz am Samstag und dem Neapel-Hammerlos als Europa-League-Gegner der Zwischenrunde dürfte RB Leipzig gerade mehr Frust als Lust verspüren. Doch die unschönen Erlebnisse der letzten Tage müssen aus den Köpfen, schließlich wartet bereits am heutigen Dienstag der VfL Wolfsburg auf die Roten Bullen.

"Nach der ersten Enttäuschung konnten wir das Unentschieden gegen Mainz gut verarbeiten und einordnen", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl auf der Pressekonferenz am Montag. In Wolfsburg wartet dann schon wieder die nächste Hürde und die nächste Kaderumstellung. Der RB-Fan ist dies schon längst gewohnt.

Zwar sind Naby Keita und Dayot Upamecano wieder dabei und stehen auch in der Startelf. Doch fehlen wird neben Verteidiger Bernardo auch Stürmer Jean-Kevin Augustin. Beide sind krank.

"Wie es aussieht", werde auch Emil Forsberg noch nicht wieder in die Mannschaft zurückkehren können, sagte Hasenhüttl. Der 50-Jährige hofft aber, dass der Schwede im letzten Vorrundenspiel am Sonntag gegen Hertha BSC (18 Uhr) wieder einsatzbereit ist.

Weiterhin wolle er "dem ein oder anderen Spieler" eine Pause gönnen. Diese wird er auch Rechtsverteidiger Lukas Klostermann gönnen. Als Ersatz kommen insbesondere Stefan Ilsanker ("hat dort auch schon mal gespielt") und Benno Schmitz ("hat es im Training gut gemacht") in Frage. Auch Dominik Kaiser ist die Position nicht unbekannt.

Emil Berggreen köpfte Mainz am Samstag spät zum Ausgleich in Leipzig. Dieses Remis hat RB "gut verarbeitet" und greift nun gegen Wolfsburg wieder voll an.
Emil Berggreen köpfte Mainz am Samstag spät zum Ausgleich in Leipzig. Dieses Remis hat RB "gut verarbeitet" und greift nun gegen Wolfsburg wieder voll an.  © DPA

Aber wie geht der Coach nun die Anfälligkeiten der letzten Spiele an? Immer wieder wirkte der Vizemeister im Schlussspurt der Ligaspiele nach der Champions League ausgelaugt, erlaubte sich immer wieder Fehler.

Die Dreifachbelastung sei es, durch die es nicht überraschend ist, "dass in entscheidenden Phasen ein paar Prozent Konzentration und Geilheit fehlen", so Hasenhüttl.

Am Dienstag, nur drei Tage nach dem Mainz-Remis, warten die Wölfe. Dort konnte RB in der Vorsaison 1:0 gewinnen. Torschütze damals: Ausgerechnet Emil Forsberg, der nun fehlen wird. Aber der Trainer gibt sich optimistisch: "Wir haben auswärts schon schwere Spiele gewonnen und viele Punkt geholt. Schauen wir, dass uns das wieder gelingt."

Schweres Spiel? Dürfte es auf jeden Fall werden. Nach holprigem Saisonbeginn und zwischenzeitlich sieben Unentschieden in Folge hat sich der VfL Wolfsburg besonders in der heimischen Volkswagen Arena gefangen, erzielte in den letzten Heimspielen jeweils drei Treffer und ist aktuell Elfter. Nur eine Pleite gab es: Am 1. Spieltag beim 0:3 gegen Dortmund.

Nach nur vier Punkten aus den ersten vier Spielen und einem Zitter-1:0 im Pokal in Norderstedt musste Andries Jonker seine Sachen packen. Es übernahm Martin Schmidt, unter dem es in zwölf Spielen nur eine Niederlage gab und der laut Hasenhüttl "für Stabilität in der Defensive" gesorgt hat.

Das 3:0 gegen Gladbach sage zudem viel über die Qualität des Meisters von 2009 aus. Mit Yunus Malli, Divock Origi und Daniel Didavi verfüge Wolfsburg über schnelle und technisch starke Spieler, die Mario Gomez im Sturm gut einsetzen können. "Dort zu bestehen ist eine schwere Aufgabe", blickt Ralph Hasenhüttl voraus.

Der freut sich aber nach dem abschließenden Spiel am Sonntag gegen Hertha dann auf die Winterpause. "Es ist kein Nachteil, dass Pause ist", lachte er. Zuvor stehen aber noch zwei wichtige Begegnungen an. Gewinnt RB beide, sind die Leipziger auf jeden Fall Vize-Herbstmeister.


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