Weltmeister Breitner versteht "Schimpferei" gegen RB Leipzig nicht

1981 wurde Paul Breitner (links, neben Karl-Heinz Rummenigge) als "Fußballer des Jahres" ausgezeichnet. Sieben Jahre zuvor hielt er die WM-Trophäe in den Händen.
1981 wurde Paul Breitner (links, neben Karl-Heinz Rummenigge) als "Fußballer des Jahres" ausgezeichnet. Sieben Jahre zuvor hielt er die WM-Trophäe in den Händen.  © DPA

Leipzig - Fußball-Weltmeister Paul Breitner ist eine feste feste Größe im deutschen Fußball. Die Kritik an Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig ist für den Weltmeister unverständlich.

"Ich verstehe dieses Aufgejaule, diese Schimpferei nicht auf diesen angeblichen "Plastikverein". Zuerst war es vielen Millionen Fans zu langweilig in der Bundesliga. Jetzt haben wir einen dritten Konkurrenten und jetzt passt's wieder nicht", sagte der frühere Kapitän des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München in einem Sport1-Interview.

Die von Milliardär Dietrich Mateschitz unterstützen Leipziger sind bei vielen Fußball-Fans wegen ihres Finanzierungsmodells sehr unbeliebt. Keine Tradition, nur Kommerz, lautet häufig der Vorwurf.

Breitner meint: "All diese Leute übersehen eines: Fußball in Deutschland, in Dortmund oder bei Bayern ist Geschäft, das ist Unterhaltungsgeschäft. Wir sind im Showbusiness, wir sind die wichtigsten Entertainer in unserem Land."

Er ergänzte: "Und ob das funktioniert mit dem Geld von Red Bull oder ob das funktioniert über das Geld, das der FC Bayern oder Borussia Dortmund über ihre Möglichkeiten generieren, ist egal."

Breitner, der mit den Bayern zwischen 1971 und 1982 fünf Meistertitel sowie zwei DFB-Pokalsiege holte, ist von der Qualität der Sachsen überzeugt. Leipzig werde seit Jahren wieder die dritte Mannschaft neben München und dem BVB an der Spitze sein.

"Das ist kein einmaliger Ausreißer, dass sie jetzt Zweiter sind. Sondern sie werden sich festsetzen", sagte der Weltmeister von 1974.


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