RB Leipzigs Schneider beerbt Manager Heidel auf Schalke

Leipzig/Gelsenkirchen - Jochen Schneider wird neuer Sportvorstand und Nachfolger von Christian Heidel beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

Jochen Schneider (48) wird Nachfolger des Sportvorstands Christian Heidel bei FC Schalke 04.
Jochen Schneider (48) wird Nachfolger des Sportvorstands Christian Heidel bei FC Schalke 04.  © DPA

Der bislang bei RB Leipzig tätige 48-Jährige wird bei den Gelsenkirchenern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 erhalten. Das teilte der Club am Dienstag mit. Zuerst hatten die "Bild" und der TV-Sender Sky über die Personalie berichtet.

"Wir haben für die Besetzung des Sportvorstands ein klares Profil formuliert: einen erfahrenen Fußballfachmann, der über ein erstklassiges Netzwerk im nationalen und internationalen Profifußball verfügt und in den letzten Jahren mit Erfolg moderne Konzepte verfolgt. Jochen Schneider erfüllt alle diese Anforderungen", sagte Schalkes Aufsichtsratvorsitzende Clemens Tönnies.

Erste Erfahrungen sammelte Schneider von 1999 bis 2017 im Management des VfB Stuttgart. Bei den Schwaben war er nach der Trennung von Felix Magath 2004 zum Sportdirektor aufgestiegen, arbeitete von 2006 mit dem ehemaligen Schalker Sportvorstand Horst Heldt zusammen und feierte zusammen mit Trainer Armin Veh die deutsche Meisterschaft.

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat seinen bisherigen Leiter Sport Jochen Schneider mit den besten Wünschen nach Schalke verabschiedet. Der Club danke ihm für "die tolle und erfolgreiche Zusammenarbeit" und wünsche ihm "alles Gute", schrieb der Verein am Dienstag bei Twitter.

Der Tabellenvierte löste zuvor den Vertrag mit dem 48-Jährige auf.

Schneider arbeitete bei den Leipzigern vor allem im Hintergrund, öffentlich trat er praktisch nicht in Erscheinung. Er war im Oktober 2015 zu Red Bull gestoßen, arbeitete zunächst im Bereich Global Soccer bei dem Getränkeunternehmen aus Österreich. Er sollte als Koordinator Synergien zwischen den Standorten in Leipzig, Sao Paulo/Campinas und New York schaffen und die drei Fußball-Standorte vernetzen.

Mitte 2017 stieg Schneider in den Kreis der Sportlichen Leitung bei RB Leipzig um den aktuellen Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick auf. Dabei war er auch in Vertragsverhandlungen verantwortlich miteingebunden. Er sollte zudem die Internationalisierung von RB Leipzig, das in diesem Mai erst sein zehnjähriges Bestehen feiern wird, vorantreiben.

Am vergangenen Samstag hatte sein Christian Heidel (55) angekündigt, dass er seinen Arbeitsvertrag mit den "Königsblauen" auflösen wird.
Am vergangenen Samstag hatte sein Christian Heidel (55) angekündigt, dass er seinen Arbeitsvertrag mit den "Königsblauen" auflösen wird.  © DPA

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