VfB Stuttgart vor Schicksalsspiel gegen Hannover

Stuttgart - Am Sonntag steigt in der Mercedes-Benz Arena der Abstiegskracher: Der VfB Stuttgart (16. Platz) empfängt am 24. Spieltag der Fussball-Bundesliga Hannover 96 (17.). Der Ausgang dieser Partie könnte schicksalshaft für die gesamte Saison werden.

VfB-Trainer Markus Weinzierl hat angekündigt, seine Mannschaft offensiv gegen Hannover einzustellen.
VfB-Trainer Markus Weinzierl hat angekündigt, seine Mannschaft offensiv gegen Hannover einzustellen.  © DPA

Zwei Pünktchen. Zwei mickrige Pünktchen liegt der VfB Stuttgart in der Bundesliga momentan vor Hannover 96.

Die Schwaben sind auf dem Relegationsplatz und Hannover will genau da hin. Wenn die beiden am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) im "Ländle" aufeinandertreffen, knistert die Luft von ganz alleine.

Dafür ist die Partie zu bedeutend. Wenngleich danach noch zehn Spiele zu absolvieren sind, könnte das Spielergebnis richtungsweisend für den Ausgang der Saison sein.

Die Szenarien:

1. Hannover gewinnt.
Plötzlich stünden die Stuttgarter, die zuletzt einen gefestigteren Eindruck hinterließen, auf einem direkten Abstiegsplatz. Das Gefüge innerhalb der Mannschaft könnte bröckeln, ein möglicher "Hitz-Effekt" verpuffen und beim Blick auf Folgegegner Borussia Dortmund (im Signal Iduna Park) Angst und Bange werden.

2. Remis.
Es würde sich tabellarisch natürlich nichts Wesentliches ändern. Höchstens der 1. FC Nürnberg könnte mit einem unwahrscheinlichen Überraschungssieg zuhause gegen RB Leipzig auf die Pelle rücken. Dieses Ergebnis wäre aus Stuttgarter Sicht zwar auch zu wenig, aber noch zu verschmerzen.

3. Stuttgart gewinnt.
Die Traumvorstellung: Fünf Punkte Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz, je nach Augsburg-Ergebnis (müssen gegen den BVB ran) sogar auch runter vom Relegationsplatz und zumindest für eine Woche oder sogar etwas länger Zeit, um Ruhe in den Verein zu bringen. Die bessere Stimmung müsste dann konserviert werden, um in den weiteren Spielen immer wieder Punkte abzustauben.

Quo vadis, VfB?

Gegen Werder Bremen zeigte sich die Mannschaft des VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag kämpferisch und hatte Chancen, das Spiel zu gewinnen.
Gegen Werder Bremen zeigte sich die Mannschaft des VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag kämpferisch und hatte Chancen, das Spiel zu gewinnen.  © DPA

Somit müssen alle Energien freigesetzt werden, um einerseits die Fans am Sonntag mitzureißen und andererseits den Hannoveranern den eigenen Spielstil aufzudrücken.

Stuttgart-Trainer Markus Weinzierl will sein Team in der heimischen Arena mutig und offensiv auf den Platz schicken.

"Wir haben gegen Leipzig im letzten Heimspiel schon mutiger agiert und jetzt gilt es, das wieder abzurufen, aber noch besser umzusetzen.", sagte Weinzierl am Freitag auf der Spieltags-PK.

Hannover habe nicht die gleiche Qualität wie Leipzig, deshalb rechne er mit mehr Ballbesitz für seine Elf. "Wenn wir spielen wie gegen Bremen, haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen", so der 44-Jährige.

In der Hinrunde zog man gegen die Niedersachsen allerdings den Kürzeren, 1:3 hieß es aus Sicht des VfB. Es war Hannovers erster Saisonsieg und seitdem ist nur noch einer dazugekommen.

Die Weiß-roten mit dem Brustring sollten besser dafür sorgen, dass die 96er beim Abpfiff am Sonntag nicht zum dritten Mal die Arme in die Höhe strecken.

Denn sonst werden die kommenden Tage und Wochen noch viel unangenehmer, als sie bisher schon waren.

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