Gelogen: Darum hat VfB-Reschke bei Korkut nicht die Wahrheit gesagt

Stuttgart - Sportvorstand Michael Reschke vom VfB Stuttgart hält Lügen im Fußball für notwendig.

"Ein bisschen Flunkern gehört dazu": Michael Reschke.
"Ein bisschen Flunkern gehört dazu": Michael Reschke.  © DPA

"Ganz ehrlich: Natürlich gehört das in Extremsituationen auch einmal zu unserem Geschäft. Du kannst ja gar nicht jeden Gedanken öffentlich äußern", sagte Reschke in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch). "Ein bisschen Flunkern gehört dazu. Es geht grundsätzlich immer nur darum, was das Beste für den Club ist."

Der VfB Stuttgart trennte sich am Sonntagmorgen von seinem Trainer Tayfun Korkut. Unmittelbar nach dem 1:3 gegen Hannover 96 wenige Stunden zuvor hatte Reschke einen solchen Schritt noch ausgeschlossen. "Ich gebe offen zu, dass ich in der Frage nicht ganz ehrlich war und respektiere, wenn das nun in der Öffentlichkeit anders interpretiert und missverstanden wird. Damit kann und muss ich leben", sagte Reschke.

An diesem Mittwoch (11 Uhr) stellt der VfB Stuttgart Markus Weinzierl als neuen Trainer vor. Der Ex-Coach des FC Augsburg und vom FC Schalke 04 unterschrieb einen Vertrag bis 2020.

UPDATE: 10.29 Uhr

Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer hat Sportvorstand Michael Reschke für seine Not-Lüge kurz vor der Freistellung von Tayfun Korkut als Trainer des VfB Stuttgart kritisiert. "So eine Geschichte, dass man einem Trainer kurz nach dem Spiel den Rücken stärkt und ihn dann am morgen danach beurlaubt, das ist ein Stil, der mit seriösem Fußball nichts zu tun hat", sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

"Es gibt keine unterschiedlichen Meinungen dazu: Die Art und Weise, wie hier mit Trainern umgegangen wird, ist nicht akzeptabel. Dass Reschke hier auch noch offen zugibt, gelogen zu haben, ist schon deswegen unmöglich, weil es hier um Menschen geht." Der VfB Stuttgart trennte sich am Sonntagmorgen von seinem Trainer Tayfun Korkut.

Unmittelbar nach dem 1:3 gegen Hannover 96 wenige Stunden zuvor hatte Reschke einen solchen Schritt noch ausgeschlossen. In einem Interview der "Sport Bild" sagte Reschke dazu: "Ein bisschen Flunkern gehört dazu. Es geht grundsätzlich immer nur darum, was das Beste für den Club ist."


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