VfB-Sportchef Hitzlsperger gibt kein klares Bekenntnis pro Weinzierl ab

Stuttgart - Der Sportvorstand des Fussball-Bundesligisten VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger, hat in einem Interview über die ersten Wochen in seiner neuen Position, sein Verhältnis zu Trainer Markus Weinzierl und über Spielerprobleme gesprochen.

Hat bei Hitzlsperger ein sehr gutes Standing, bekam dennoch keine klare Jobgarantie: VfB-Trainer Markus Weinzierl.
Hat bei Hitzlsperger ein sehr gutes Standing, bekam dennoch keine klare Jobgarantie: VfB-Trainer Markus Weinzierl.  © DPA

"Ich habe in einer Phase angefangen, in der wir in höchster Abstiegsgefahr sind, einige Verträge auslaufen, in der man parallel die Kaderplanung für die nächste Saison angehen muss – und dabei nicht weiß: Spielt man in der ersten oder zweiten Liga?", so Hitzlsperger gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.

Seit knapp über einem Monat ist der 36-Jährige jetzt bei den Schwaben der neue Sportchef. Seit er mit an Bord ist, hatte die Mannschaft immer gefestigter gewirkt.

Gegen Hannover 96 gewann man 5:1 und erkämpfte sich ein 1:1-Unentschieden gegen 1899 Hoffenheim. Selbst bei der 3:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund hielt man wacker mit.

"Die Mannschaft hat wieder neues Selbstvertrauen geschöpft, das ist immens wichtig. In unserer Lage ging es zunächst darum, wieder Stabilität her­zustellen. Darin habe ich den Trainer ­bestärkt.", sagte Hitzlsperger.

Zu VfB-Coach Markus Weinzierl wurde ihm vom ersten Tag an ein sehr gutes Verhältnis nachgesagt. Ihm sei es wichtig, viel mit Weinzierl und dem Trainerteam zu sprechen, bestätigte Hitzlsperger. Denn der Trainer und die Spieler seien diejenigen, die dafür sorgen können, dass man in der Bundesliga bleibe und genießen deshalb höchste Priorität.

Kein klares Bekenntnis pro Weinzierl

Thomas Hitzlsperger ist seit dem 12. Februar neuer Sportvorstand des VfB Stuttgart und Nachfolger des entlassenen Michael Reschke.
Thomas Hitzlsperger ist seit dem 12. Februar neuer Sportvorstand des VfB Stuttgart und Nachfolger des entlassenen Michael Reschke.  © DPA

Ob es für den Trainer jedoch dauerhaft weitergeht, ließ der Ex-Profi offen.

"Ein Bekenntnis ist im Profigeschäft Fußball, egal zu welchem Zeitpunkt, fehl am Platz. Die Tendenz der Leistungen zeigt nach oben, und der Austausch mit Markus Weinzierl ist offen und ehrlich."

Man würde gemeinsam in die Zukunft denken und es sei das Ziel, diese Kontinuität aufrechtzuerhalten.

Doch natürlich ist noch längst nicht alles Gold, was glänzt bei den Weiß-roten. So hatte erst Stürmer Anastasios Donis vor dem vergangenen Heimspiel gegen Hoffenheim nach Hause gefahren, anstatt sich die Partie auf der Tribüne anzuschauen.

Das schmeckt Hitzlsperger gar nicht:

"Unabhängig von Einzelfällen kann es nicht sein, dass ein einzelner Spieler größer ist als der Verein. Die große Kunst ist es, unsere Spieler so für den VfB zu begeistern, dass sie ihre Leistungsgrenze erreichen. In diesem Punkt müssen wir stärker werden."

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