Im Abstiegsfall von Wolfsburg bleibt Stefaniak doch bei Dynamo

Stefaniak bei seinem Traum-Freistoßtor in Hannover in der Hinrunde.
Stefaniak bei seinem Traum-Freistoßtor in Hannover in der Hinrunde.  © Dehli-News

Dresden - Da werden in Dresden jetzt wohl einige hoffen, dass der VfL Wolfsburg den Gang in die zweite Liga antritt. Denn wie jetzt erst bekannt wurde, ist der Vertrag von Dynamos Mittelfeldspieler Marvin Stefaniak (22) hinfällig, wenn das Team aus der VW-Stadt absteigt.

"Ich habe dort für die erste Liga unterschrieben und hoffe natürlich nicht, dass Wolfsburg absteigt. Aber wenn es so wäre, dann könnte ich es auch nicht ändern", sagt Stefaniak in der Sport Bild von Mittwoch.

Sein Vertrag bei Dynamo würde demnach einfach weiterlaufen, allerdings müssten die Schwarz-Gelben dann auch auf die Ablösesumme von zwei Millionen Euro verzichten, was für den Verein finanziell bitter wäre.

Stefaniak hatte vor seinem Vertrag in Wolfsburg seinen Kontrakt bei Dynamo bis 2020 verlängert und so den Weg dafür geebnet, dass der Verein aus Sachsen bei einem Transfer in die Bundesliga verdient.

Banger Blick in die Zukunft. Wo wird er denn spielen?
Banger Blick in die Zukunft. Wo wird er denn spielen?  © Lutz Hentschel

Der Mittelfeldspieler würde natürlich gern wechseln, auch wenn sein Herz noch an seinem Heimatverein hängt.

"Ich habe meinen Wechsel so früh bekannt geben lassen, weil ich wollte, dass sich die Fans darauf einstellen können und dennoch sehen, dass ich mich für Dynamo weiter zerreiße. Ich genieße jeden Atemzug bei Dynamo. Manchmal denke ich an den Abschied im Mai und weiß, dass es sehr schwierig und emotional wird", blickt er voraus.

In den vergangenen Partien blieb er allerdings einige Male unter seinen Möglichkeiten, hat in dieser Saison jedoch auch schon brillante Leistungen gezeigt. Der Wirbelwind im Mittelfeld bediente die Spieler mit guten Pässen. Jedoch hat es der Techniker manchmal schwer, sich auf tiefem Rasen wie beim 0:2 auf St. Pauli zurechtzufinden.

Während er mit Dynamo als Aufsteiger eine super Saison spielt, sieht es bei seinem neuen Arbeitgeber nicht so gut aus. Wolfsburg hat nur vier Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz, nur drei auf den Relegationsrang.

Nach heftigen Diskussionen und Turbulenzen musste der Klub Julian Daxler zu Paris Saint-Germain ziehen lassen und die beiden, die Stefaniak geholt haben, nämlich Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs, sind beide nicht mehr im Amt.

Keine optimalen Voraussetzungen für das Talent, das in der laufenden Saison in 15 Ligaspielen ein Tor erzielt hat. Das war ein Traumfreistoß beim 2:0-Sieg in der Hinrunde bei Hannover 96.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0