Warum es in Mauersbergers Heimat bald Ärger geben könnte

Sieben Jahre lang trug Christian Mauersberger das Dress der Chemnitzer FC. Nun kehrt er nach Sachsen zurück - allerdings zum FSV Zwickau.
Sieben Jahre lang trug Christian Mauersberger das Dress der Chemnitzer FC. Nun kehrt er nach Sachsen zurück - allerdings zum FSV Zwickau.

Chemnitz/Zwickau - Zwickaus Neuzugang Christian Mauersberger muss in diesen Tagen einiges aushalten. So schön die langersehnte Rückkehr in die Heimat ist - der 22-Jährige bekommt aus seinem Umfeld einiges auf die Ohren.

„Ich wohne in Steinbach, einem Ortsteil von Jöhstadt. Hier im tiefsten Erzgebirge gibt es nur Lila-Weiße“, schmunzelt Mauersberger. Er meint damit die Anhänger des FC Erzgebirge. Die haben für zwei Clubs null Sympathien: CFC und FSV!

Für beide Vereine spielt(e) Mauersberger. Bei den Himmelblauen durchlief er den gesamten Nachwuchsbereich, schaffte den Sprung in die DFB-Auswahl. 2015 entschied sich „Mau“ für einen kompletten Tapetenwechsel. Er wechselte in die „Knappenschmiede“ des FC Schalke 04. Nun kehrt er nach Westsachsen zurück. Vor wenigen Tagen unterschrieb er beim FSV Zwickau.

„Ich habe dem CFC und ganz besonders Nachwuchstrainer Ullus Küttner vieles zu verdanken. Er hat mich zum Mann gemacht“, denkt Mauersberger gern an seine Zeit in Chemnitz zurück.

Christian Mauersberger (l., gegen den Dortmunder Michael Eberwein) im Schalker Trikot.
Christian Mauersberger (l., gegen den Dortmunder Michael Eberwein) im Schalker Trikot.

Mit der A-Jugend spielte er in der Bundesliga. Als 18-Jähriger berief ihn Chefcoach Gerd Schädlich in den Profikader. Insgesamt 30 Drittligaeinsätze bestritt Mauersberger. Doch den Titel „Ewiges Talent“ konnte er nie ablegen.

Aus diesem Grund entschied er sich für den Wechsel nach Gelsenkirchen. Zwei Jahre kickte er in der Regionalliga West. Sein Fazit: „Mit dem ersten Jahr bin ich komplett zufrieden, mit dem zweiten nicht. Ich hatte immer wieder mit kleineren Wehwehchen zu kämpfen. Wenn du nicht hundertprozentig fit bist, wirst du sofort ausgetauscht. Außerdem sind wir abgestiegen. Das hat kein Fußballer gern in seiner Vita stehen.“

Zwei Erkenntnisse brachte er aus Gelsenkirchen mit: In der „Knappenschmiede“ ist nicht alles Gold, was glänzt. „Im Sportforum gibt es Leichtathletik-, Sport- und Schwimmhalle, ein Sportgymnasium, eine Sportmittelschule. Das findest du auf Schalke nicht“, verrät Mauersberger.

Auch die Distanz zur Heimat war ihm auf Dauer zu groß. „Ich bin ein Familienmensch und war in den zwei Jahren nur drei, vier Mal zu Hause. Es war gut, sich mal ganz alleine durchbeißen zu müssen. Aber ich freue mich riesig, wieder hier zu sein.“

Warum ist er nicht zum CFC sondern nach Zwickau gewechselt? „Trainer Torsten Ziegner hatte sich schon vor zwei Jahren um mich bemüht. Beim FSV steht die Mannschaft über allem. Es herrscht Ruhe im Verein. Zwickau kann Großes schaffen. Ich will mithelfen!“

Willkommen! Christian Mauersberger (r.) wird von FSV-Sportchef David Wagner begrüßt.
Willkommen! Christian Mauersberger (r.) wird von FSV-Sportchef David Wagner begrüßt.  © PR/FSV Zwickau

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