Verletzungs-Pech: Abwehr-Alarm beim CFC!

Marc Endres (li.) spielte wochenlang trotz in der Achillessehne. Knieverletzung! Kevin Conrad plagt eine Knieverletzung.
Marc Endres (li.) spielte wochenlang trotz in der Achillessehne. Knieverletzung! Kevin Conrad plagt eine Knieverletzung.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Marc Endres (24) und Kevin Conrad (25) sind eine Bank in der CFC-Abwehrzentrale. Das Duo garantiert eine stabile Defensive - wenn beide hundertprozentig fit sind!

Das war in dieser Saison nicht immer der Fall. Endres schleppte sich wochenlang mit einer Blessur an der rechten Achillessehne herum. Nach der 1:2-Niederlage gegen Aue (7. November) stieg der Abwehrchef aus. Seitdem kuriert er die Knochenhautentzündung aus, arbeitet in der Reha an seinem Comeback.

Im letzten Spiel des Jahres fehlt nun auch Conrad. Er beklagt seit längerem eine Entzündung im linken Knie. Beim 1:1 gegen Aalen am Sonnabend biss er ein weiteres Mal auf die Zähne, bis es nicht mehr ging. Zur Pause blieb Conrad in der Kabine.

„Wie Marc hat auch er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Natürlich ist das grenzwertig“, erklärt Interims-Trainer Kay-Uwe Jendrossek (44): „Jetzt müssen wir sehen, dass wir die beiden bis zum Trainingslager in der Türkei wieder fit bekommen. Mit Blick auf das Spiel in Rostock ist das ein weiterer herber Verlust.“

Denn nach Endres fällt mit Conrad der nächste Führungsspieler aus. „So langsam brechen uns die Typen weg“, sagt Jendrossek: „Beide übernehmen auf dem Platz Verantwortung, hauen auch mal verbal dazwischen, wenn es nicht so gut läuft.“

Aber war in beiden Fällen der Einsatz überhaupt vertretbar? Riskierten Endres und Conrad für den kurzfristigen Erfolg der Mannschaft ihre Gesundheit? Jendrossek (58 Zweitliga-Einsätze) weiß aus eigener Erfahrung, dass da immer zwei Herzen in der Spieler-Brust schlagen.

„Fußball-Profis müssen ihren Körper komplett zur Verfügung stellen. Das haben Marc und Kevin vorbildlich gemacht. Andererseits ist uns nicht geholfen, wenn sie ein halbes Jahr ausfallen.“ Letztlich müsse der Spieler nach Rücksprache mit den Ärzten selbst entscheiden, was das Beste für ihn ist. Jendrossek: „Kein Trainer wird bestimmen: Du spielst!“

Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer


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