Heine: „Nicht nur unsere Fans sind sauer, wir auch!“

Die „Heine-raus“-Rufe im Ohr, die Lippen zusammen- gepresst, der Blick ist skeptisch.
Die „Heine-raus“-Rufe im Ohr, die Lippen zusammen- gepresst, der Blick ist skeptisch.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Während sein Auer Kollege Pavel Dotchev nach dem Abpfiff vor Freude kaum zu halten war, stand CFC-Trainer Karsten Heine die Enttäuschung über die Derby-Niederlage ins Gesicht geschrieben.

Auch, weil der Stuhl des 60-Jährigen bei den Himmelblauen immer mehr ins Wanken gerät, ungeachtet dessen dass die CFC-Bosse dem Trainer Samstagabend das Vertrauen aussprachen.

Trotz des für ihn bitteren Nachmittags war Heine für die Morgenpost am Sonntag zu einer Spielanalyse bereit.

CFC-Trainer Karsten Heine meinte nach der Derby-Niederlage: „Das ist ein schwarzer Tag für den CFC. Wir hatten uns viel vorgenommen, waren uns alle der Bedeutung dieses Derbys bewusst. Entsprechend groß ist die Enttäuschung. Nicht nur unsere Fans sind stinksauer, sondern auch wir.

CFC-Trainer Karsten Heine war nach der bitteren Derby-Heimniederlage gegen den FC Erzgebirge schwer enttäuscht. Der 60-Jährige sprach sogar von einem „schwarzen Tag für den Chemnitzer FC“.
CFC-Trainer Karsten Heine war nach der bitteren Derby-Heimniederlage gegen den FC Erzgebirge schwer enttäuscht. Der 60-Jährige sprach sogar von einem „schwarzen Tag für den Chemnitzer FC“.

Wir gehen in Führung, haben zwei hochkarätige Chancen und machen das 2:0 nicht. Das war unser Problem. Anschließend waren wir nicht mehr konsequent genug in der Zweikampfführung. Vor beiden Gegentoren stellen wir uns zu naiv an.

Zumindest das zweite Kopfballtor der Auer muss man besser verteidigen. Was aber noch schlimmer ist: Dass wir die Flanken vor den Toren nicht verhindern. Das ist mir zu einfach. Nach dem Seitenwechsel haben wir nicht die entsprechenden Mittel gefunden, um die tief stehenden Auer auseinander zu spielen.

Deshalb brauchen wir auch nicht über mögliche Elfmeter oder andere Dinge zu diskutieren. Wir hatten einen guten Anfang, konnten das aber nicht bis zum Ende durchziehen. Dass es nach dem Schlusspfiff ,Heine-raus’-Rufe gab, habe ich vernommen. Das ist nun mal so, wenn die Ergebnisse ausbleiben.

Ich kann aber versichern, dass das Trainerteam alles getan hat, um die Mannschaft optimal auf dieses Derby vorzubereiten.“

Fotos: imago/Karina Hessland


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