Coach Heine sauer auf seine Spieler

Trainer Karsten Heine (vorn) und seine Spieler bekamen in Bremen von den Fans keine netten Worte zu hören.
Trainer Karsten Heine (vorn) und seine Spieler bekamen in Bremen von den Fans keine netten Worte zu hören.

Von Olaf Morgenstern

Bremen - CFC-Trainer Karsten Heine (60) war nach der vermeidbaren 2:3-Niederlage seiner Jungs am Sonntagnachmittag in Bremen richtig sauer.

Fünf Spieltage in Folge hatten sich die Himmelblauen erfolgreich behauptet, waren ohne Niederlage geblieben. Ausgerechnet beim bis dato Schlusslicht ging diese Serie zu Ende.

„Wir haben heute alles das eingerissen, was wir uns in den Wochen zuvor aufgebaut haben“, ärgerte sich der Fußball-Lehrer. „Wenn du so ein tolles Spiel wie gegen Halle hinlegst, hier mit 1:0 in Führung gehst, dann kann vieles passieren - aber nicht, dass du das Spiel auf diese Art und Weise herschenkst.“

Der Aufwärtstrend der vergangenen Wochen wurde ebenso leichtfertig verspielt wie der vierte Platz in der Tabelle. Den hätten die Chemnitzer bei einem Sieg erobert. Nach der vierten Auswärtsniederlage der Saison müssen sie ihren Blick wieder nach unten richten. Bis zum ersten Abstiegsrang sind es nur noch fünf Zähler.

Besorgniserregend oder nur ein Ausrutscher? Trainer Karsten Heine ging nach dem 2:3 in Bremen mit seinen Spielern hart ins Gericht. Läuft’s gegen Aue wieder besser?
Besorgniserregend oder nur ein Ausrutscher? Trainer Karsten Heine ging nach dem 2:3 in Bremen mit seinen Spielern hart ins Gericht. Läuft’s gegen Aue wieder besser?

Heine ärgerte sich in Bremen über die zahlreichen verlorenen Zweikämpfe, die fehlende Aggressivität und das mangelnde Durchsetzungsvermögen. „Und das gegen eine Nachwuchsmannschaft! Das stellt man sich natürlich anders vor. Und das muss auch anders laufen.“

Der Trainer hatte zur Pause reagiert. Alexander Nandzik (23) und Marcel Kaffenberger (21) mussten in der Kabine bleiben. Der Auftritt der Gäste wurde nach dem Seitenwechsel aber noch schlechter. „Wir lagen zurück. Mit den Einwechslungen von Frank Löning und Tim Danneberg wollten wir einen besseren Zugriff kriegen und uns im Angriffsspiel mehr Möglichkeiten verschaffen.“

Nach dem Traumtor von Anton Fink (28) konnten die Chemnitzer in den Schlussminuten noch einmal kurz hoffen. „Aber selbst einen Punkt hätten wir nicht verdient gehabt“, räumte Fink ein.

Die Niederlage war letztlich dem katastrophalen Abwehrverhalten geschuldet. Das wusste auch Heine: „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Das kann und muss man besser verteidigen.“

Fotos: osnapix/Titgemeyer


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