CFC zu brav für Abstiegskampf? "Ich würde schäumen vor Wut!"

31 Mal musste Kevin Kunz (hier im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg bei einer Abwehraktion) in der Sonntag zu Ende gehenden Hinrunde bisher hinter sich greifen.
31 Mal musste Kevin Kunz (hier im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg bei einer Abwehraktion) in der Sonntag zu Ende gehenden Hinrunde bisher hinter sich greifen.  © Frank Kruczynski

Chemnitz - Wut, Galligkeit, Aggressivität - mit diesen Tugenden will CFC-Trainer Horst Steffen den Favoriten Hansa Rostock am Sonntag ins Wanken bringen.

Die Ostseestädter haben mit 31 Punkten bislang fast doppelt so viele Zähler wie die Chemnitzer (16) gesammelt. In Anbetracht des Spielplans - nach dem CFC kommt mit Lotte ein weiteres Team aus dem Tabellenkeller nach Rostock - blickt die Elf von Trainer Pavel Dotchev bereits Richtung Aufstiegsplätze.

Für die Himmelblauen geht der Blick nach unten. Sie wollen nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern. Um das zu schaffen, müssen heute und zum Rückrundenstart in Zwickau dringend Punkte her!

Steffen traut das seiner Mannschaft zu. "Ich glaube an meine Spieler, und sie haben es auch schon nachgewiesen, dass sie es können!" Die Offensive fand in der Vorwoche gegen Magdeburg (2:3) zu alter Stärke zurück. 23 erzielte Tore können sich sehen lassen.

Der Schuh drückt hinten! Wollen die Chemnitzer nicht zum fünften Mal in Folge leer ausgehen, muss Torhüter Kevin Kunz seinen Kasten sauber halten. Aber kann das der CFC überhaupt? "Ja, wir können das", betont Steffen: "Und wir haben das schon fünf Mal geschafft in dieser Saison."

Aktuell präsentiert sich seine Mannschaft viel zu bieder. Abstiegskampf heißt, sich zu wehren, aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen, die Angriffe des Gegners mit allen Mitteln zu unterbinden. Steffen: "Wenn ich 31 Gegentore kassiert hätte, dann würde mich das als Spieler wurmen, dann würde ich schäumen vor Wut. Momentan ist meine Mannschaft ein bisschen zu brav."

Steffen hofft, dass das im Ostseestadion anders sein wird. "Die Wut und Galligkeit, die ich in mir trage, darf auf dem Platz auch mal zu sehen sein. Es gibt viele Dinge, die die Jungs lautstark untereinander regeln müssen."

Ob er auf ein Abwehrbollwerk setzt, ließ der Fußball-Lehrer offen. "Ich kann den Gegner kommen lassen und trotzdem aktiv sein", sagt Steffen: "Ich will, dass wir mit breiter Brust auflaufen und uns in Rostock nicht verstecken!"


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