Champions-League-Aus! Jetzt will RB Leipzig in der Europa League angreifen

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl tröstet Mittelfeldspieler Diego Demme nach der Niederlage gegen Besiktas Istanbul.
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl tröstet Mittelfeldspieler Diego Demme nach der Niederlage gegen Besiktas Istanbul.  © DPA

Leipzig - Verloren und doch irgendwie gewonnen: Für RB Leipzig setzte es im letzten Gruppenspiel seiner ersten Champions-League-Saison zwar eine 1:2-Niederlage gegen Besiktas Istanbul (TAG24 berichtete). Als Tabellendritter qualifizierte man sich aber immerhin für die Zwischenrunde der Europa League. Dort will man nun für Furore sorgen.

22 Torschüsse am Mittwoch, aber nur ein Treffer: Ungenügend, wollte man doch so gern in der Königsklasse überwintern. Immerhin sah Trainer Ralph Hasenhüttl eine "wesentlich bessere Leistung als gegen Hoffenheim". 0:4 ging RB dort am vergangenen Samstag baden.

Gegen den türkischen Meister gerieten die Leipziger schon nach zehn Minuten in Rückstand. Willi Orban hatte Jeremain Lens im Sechszehner gefoult. Den Elfmeter netzte Alvaro Negredo sicher ein.

Stefan Ilsankers Gelbe Karte (54.) sollte noch Folgen haben. In der 82. Minute zog er eine Mini-Notbremse gegen Cenk Tosun - und sah Gelb-Rot. "Ich habe den Spieler nicht gesehen", versicherte der Österreicher nach dem Spiel, "keiner hat geschrien."

Sie konnten es nicht fassen: Das Abwehr-Trio Lukas Klostermann, Bernardo und Marvin Compper (v.l.n.r.).
Sie konnten es nicht fassen: Das Abwehr-Trio Lukas Klostermann, Bernardo und Marvin Compper (v.l.n.r.).  © DPA

Nach unzähligen Möglichkeiten traf Naby Keita mit seinem zweiten Champions-League-Tor nach schönem Solo zum verdienten 1:1-Ausgleich (87.). Doch Talisca erzielte in der 90. Minute doch noch den 2:1-Siegtreffer für Gruppensieger Besiktas.

Doch selbst ein Sieg hätte den Bullen nichts genutzt. Da Porto im Parallelspiel Monaco mit 5:2 aus dem Stadion fegte, holten die sich den zweiten Platz. Grund: Die Portugiesen hatten den direkten Vergleich gegen Leipzig für sich entschieden.

Mittelfeldspieler Kevin Kampl sprach von "genug Chancen", die zu einem Sieg hätten reichen müssen, "wir standen aber zu oft im Abseits, der letzte Pass kam oft zu spät." Aus den insgesamt sieben Abseitspositionen entstanden sogar zwei Tore. Die zählten aber zurecht nicht.

Besiktas' Ersatztorhüter Tolga Zengin wurde regelrecht berühmt geschossen. Nur eine der zehn guten RB-Gelegenheiten ließ der 34-Jährige durch. "Er ist über sich hinausgewachsen", sagte Orban.

Schöne Randbemerkung: Zwei RB-Spieler kamen gegen den türkischen Meister zu ihrem jeweils ersten Einsatz in der Königsklasse. Neben Innenverteidiger Marvin Compper, der für den von einer Sperre bedrohten Orban kam, lief auch Urgestein Dominik Kaiser erstmals auf.

Eine Etage tiefer bleibt RB Leipzig nun immerhin die Europa League. Dort warten laut Hasenhüttl "attraktive, gute Gegner".
Eine Etage tiefer bleibt RB Leipzig nun immerhin die Europa League. Dort warten laut Hasenhüttl "attraktive, gute Gegner".  © DPA

Die Einwechslung Comppers sei "mehr sportlich notwendig gewesen", sagte Hasenhüttl. Kaisers Auftritt hatte einen anderen Grund. "Domme wollte ich die Chance geben von sich zu sagen, dass er ein Champions-League-Spiel gemacht hat."

Für den 29-Jährigen war es zudem das 164. Spiel im RB-Trikot - damit ist er jetzt Rekordspieler. "Er ist ein tadelloser Teil unseres Kaders, der sich nie beschwert, wenn er nicht spielt", lobte der Trainer seinen dienstältesten Spieler.

Nun geht es für RB Leipzig nach der Winterpause immerhin in der Europa League weiter. Dort ist RB als eines der vier besten Drittplatzierten der Champions League gesetzt. "Es ist schön, dass wir unser erstes Spiel auswärts haben", freute sich Ralph Hasenhüttl, der zudem noch "die ein oder andere K.o.-Runde" spielen will.

Rot-Weiße Wunschgegner gibts übrigens nicht. "Wir nehmen was kommt", sagte der 50-Jährige. Er weiß aber, dass in der Runde der letzten 32 Teams attraktive, gute Gegner warten werden. Die Auslosung zum Sechzehntelfinale findet am kommenden Montag (13 Uhr) statt.


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