Traumstart! Ex-Dynamos Müller und Milde ballern den CFC an die Spitze

Chemnitz - Erst gab es was auf die Mütze, dann holte er den Hammer raus! Tobias Müller mit einem Traumtor und Paul Milde kurz vor Spielende haben den CFC an die Tabellenspitze der Regionalliga Nordost geschossen. Der Drittliga-Absteiger bezwang den BFC Dynamo mit 2:0 (1:0).

Tobias Müller (rechts) war der Schütze des Chemnitzer Führungstreffers.
Tobias Müller (rechts) war der Schütze des Chemnitzer Führungstreffers.  © Harry Härtel / Härtelpress

Zum ersten Mal seit April 1999 - damals gewannen die Sachsen 2:0 in Berlin - standen sich beide Vereine wieder in einem Pflichtspiel gegenüber. Es war das 60. Duell zwischen dem Club und dem früheren DDR-Serienmeister.

Trainer David Bergner setzte im zweiten Heimspiel in Folge wie erwartet auf Kapitän Dennis Grote, der nach auskurierter Oberschenkel-Verletzung beim 3:2 gegen Fürstenwalde noch geschont worden war.

Für den Routinier musste Timo Mauer den Platz in der Startelf räumen.

Für Mauer rückte Tobias Müller aus dem zentralen ins rechte Mittelfeld. Und der Ex-Dresdner sorgte in der 13. Minute für den ersten Jubelschrei im gut gefüllten Stadion an der Gellertstraße.

Rafael Garcia schob den ersten Eckball der Gastgeber zu Müller.

Der legte sich die Kugel kurz zurecht und hämmerte sie aus gut 25 Metern ins rechte obere Eck - ein Traumtor!

Grenzenloser Jubel bei den Gastgebern über einen Treffer und die Tabellenführung.
Grenzenloser Jubel bei den Gastgebern über einen Treffer und die Tabellenführung.  © Harry Härtel / Härtelpress

Bis dahin war auf dem Rasen wenig passiert, sieht man vom Foulspiel des Berliners Ugurtan Cepni an Müller einmal ab.

Der traf den Chemnitzer beim Zweikampf unglücklich am Kopf. Müller spielte nach kurzer Behandlungspause mit Turban weiter und "rächte" sich wenig später mit dem 1:0.

Arm an Höhepunkten ging es bis zum Ende der ersten Halbzeit weiter. Beiden Teams fehlte im Offensivspiel die Präzision. Symptomatisch die beste Gelegenheit der Berliner in der 30. Minute. Patrik Twardzik legte frei vor dem Tor quer statt selbst den Abschluss zu suchen. Sein Pass auf den einschussbereiten Mateusz Lewandowski geriet zu ungenau - Glück für den CFC!

Auch die zweite Hälfte wurde zur zähen Angelegenheit. Strafraum-Aktionen blieben selten. Meist spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab. In der 68. Minute verzichteten die Chemnitzer auf einen Elfmeter. Patrick Brendel brachte Daniel Frahn zu Foul. Schiedsrichter Eugen Ostrin aus Eisenach zeigte auf den Punkt.

Frahn marschierte zum Referee. Nach einem kurzen Gespräch nahm Ostrin die Entscheidung und die Verwarnung für Brendel zurück.

Der CFC musste bis in die 88. Minute zittern. Dann sorgte Milde, wie Müller ein Ex-Dresdner, für das erlösende 2:0.


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