Das sind die himmelblauen Gewinner und Verlierer

Keeper Kevin Kunz (li.) hat sich kontinuierlich gesteigert und in der 3. Liga erst ein Tor kassiert. Neuzugang  Jamil Dem ist ein echter Volltreffer. Hier enteilt er dem Dortmunder Gonzalo Castro.
Keeper Kevin Kunz (li.) hat sich kontinuierlich gesteigert und in der 3. Liga erst ein Tor kassiert. Neuzugang  Jamil Dem ist ein echter Volltreffer. Hier enteilt er dem Dortmunder Gonzalo Castro.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Auch vor dem Heimspiel am Samstag gegen Holstein Kiel hat CFC-Trainer Karsten Heine (60) die Qual der Wahl. Fast alle Spieler sind einsatzfähig. Nach dem 1:0 in Cottbus besteht für ihn kein Grund, Änderungen vorzunehmen.

Und so muss Heine erneut einige schmerzhafte Personal-Entscheidungen treffen, wird es bei den Himmelblauen Gewinner und Verlierer geben.

Die Gewinner

Kevin Kunz (23): Er entschied in der Vorbereitung das Torhüter-Duell mit dem zweiten Neuen, Daniel Batz (24), für sich und wird von Woche zu Woche immer stärker. In den ersten beiden Partien hatte Kunz ein paar Wackler drin. Trainer Heine redete ihn stark. Im Pokal gegen Dortmund und zuletzt in Cottbus zeigte Kunz, dass er ein Meister seines Fachs und derzeit zurecht die Nummer 1 ist.

Trainer Karsten Heine setzte in allen vier Pflichtspielen auf Neuzugang Alexander Nandzik (r.).
Trainer Karsten Heine setzte in allen vier Pflichtspielen auf Neuzugang Alexander Nandzik (r.).

Jamil Dem (22): Im Frühjahr spielte er mit Hertha BSC II. noch gegen Auerbach, Meuselwitz und Zwickau. Dass er auch eine Spielklasse höher mithalten kann, hat er längst unter Beweis gestellt. In allen drei Drittliga-Spielen spielte Dem durch. Auch im Pokal gegen die Stars aus Dortmund agierte er im zentralen Mittelfeld ohne jeglichen Respekt. Dieser Neuzugang ist ein Volltreffer!

Alexander Nandzik (22): Er wurde als Linksverteidiger verpflichtet, kam zuletzt aber im Mittelfeld zum Einsatz. Hat sich neben Kunz und Dem auf Anhieb in die Start-Elf gekämpft, aber noch nicht durchweg überzeugt. Nandzik muss vor allem seine Nerven besser in den Griff kriegen, wenn er sich dauerhaft behaupten will. Was er drauf hat, zeigte er gegen Rostock und Dortmund.

Marco Kehl-Gomez (li.) spielte zum Auftakt in Aalen, dann musste er für Fabian Stenzel weichen. Marco Rapp (re.) muss sich mächtig strecken. Der Ex-Fürther stand noch nicht einmal im Kader.
Marco Kehl-Gomez (li.) spielte zum Auftakt in Aalen, dann musste er für Fabian Stenzel weichen. Marco Rapp (re.) muss sich mächtig strecken. Der Ex-Fürther stand noch nicht einmal im Kader.

Die Verlierer

Stefano Cincotta (24): Im Sommer war er zweimal mit der Nationalmannschaft Guatemalas unterwegs, spielte unter anderem in den USA beim Gold-Cup gegen Teams wie Mexiko, Trinidad und Kuba. Im Liga-Alltag plante Heine bislang ohne ihn. Cincotta kämpft weiter um einen Stammplatz - der ist das erklärte Ziel. Seine Ambitionen untermauerte er beim Test in Auerbach, wo er zum 1:0 traf.

Marco Rapp (24): Der gebürtige Nürnberger kam vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit dem klaren Anspruch zum CFC, in der ersten Elf aufzulaufen. Bislang stand er kein einziges Mal im Kader. Rapp muss mächtig ranklotzen. Auf seiner Position (zentrales Mittelfeld) tobt der größte Konkurrenzkampf. Rapp: „Ich gebe weiter Gas. Irgendwann kommt meine Chance.“

Marco Kehl-Gomez (23): Der Schweizer spielte auf der rechten Abwehrseite eine überzeugende Vorbereitung und ließ auch im Auftaktspiel beim VfR Aalen (0:0) wenig anbrennen.

Trotzdem musste er eine Woche später auf die Bank. Auf seiner Position ist Routinier Fabian Stenzel derzeit erste Wahl. Kehl-Gomez steckt nicht auf. Gegen Auerbach machte er Betrieb und erzielte das 2:0.

Fotos: picture point/Sven Sonntag, Kerstin Kummer


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