CFC-Beben! Zwei Aufsichtsräte treten zurück

Simone Kalew begründet den Schritt mit internen Differenzen.
Simone Kalew begründet den Schritt mit internen Differenzen.  © Uwe Meinhold

Chemnitz - Paukenschlag beim Chemnitzer FC! Die Aufsichtsräte Simone Kalew, Geschäftsführerin der Chemnitzer Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft m.b.H. (GGG), und Dirk Balster, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, legen ihre Mandate als Aufsichtsräte mit sofortiger Wirkung nieder.

Simone Kalew begründet den Schritt mit internen Differenzen:

"Das für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und für die notwendige Konsolidierung des Vereins erforderliche Vertrauen in Teile des Vorstandes sehe ich als nicht mehr gegeben an. Dem gesamten Aufsichtsrat sowie den Vorständen Steffen Ziffert und Nico Beltrame danken wir ausdrücklich für die gute, konstruktive Zusammenarbeit."

Pikant: Vorstandschef Dr. Mathias Hänel und Vorstandsmitglied Stefan Bohne wurden vom Lob ausgenommen.

Simone Kalew (2. v.l.) und Dirk Balster (2. v.r.) geben ihren Posten auf.
Simone Kalew (2. v.l.) und Dirk Balster (2. v.r.) geben ihren Posten auf.  © Harry Härtel/Haertelpress

Drohen dem Drittligisten nun wirtschaftliche Konsequenzen?

Die GGG verantwortet seit Dezember 2016 die Geschäftsbesorgung für die CFC Marketing und Stadionbetrieb GmbH, mit dem Ziel, den Betrieb der community4you-Arena in kaufmännischer Hinsicht zu optimieren.

"Die Geschäftsbesorgung bleibt davon unberührt", versichert Kalew.

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig äußerte ihr Bedauern zum Ausscheiden von Kalew und Balster, bei denen sie sich für ihre Bereitschaft bedankte, dem CFC in einer schwierigen Lage zu helfen.

"Neben den erheblichen finanziellen Mitteln, die die Stadt zur Verfügung gestellt hat, bestand damit auch die Chance, das notwendige wirtschaftliche Know-how im Verein zu etablieren.

Der Vereinsspitze steht seit November auf Basis des Stadtratsbeschlusses ein fundiertes Gutachten als weiteres Instrument für einen Konsolidierungskurs zur Verfügung, der den Verein nachhaltig stabilisieren kann. Allerdings ist die Vereinsspitze nicht bereit, neben der finanziellen Hilfe auch diese betriebswirtschaftliche Unterstützung anzunehmen. Stattdessen wurde und wird die angebotene Unterstützung als Einmischung in den Verein empfunden. Deshalb ist das Ausscheiden von Frau Kalew und Herrn Balster konsequent", so Ludwig.


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