CFC zu brav? Klartext von Langer: "Eklig sein und dazwischenhauen"

Chemnitz - Mit hängenden Köpfen schlichen die Himmelblauen Mittwochabend in die Katakomben des Stadions an der Gellertstraße. Sie waren dem ersten Saisonsieg auf der Fährte. Doch letztendlich wurde der CFC die Beute und vom SV Meppen gnadenlos mit 2:4 erlegt. Beim Halleschen FC ist heute eine Trotzreaktion gefordert!

Matti Langer brachte die Chemnitzer gegen Meppen in Führung. Es reichte jedoch am Ende nicht.
Matti Langer brachte die Chemnitzer gegen Meppen in Führung. Es reichte jedoch am Ende nicht.  © Picture Point / Gabor Krieg

Zweimal ging der Club durch Matti Langer (1:0) und Dejan Bozic (2:1) in Führung, drängte danach auf die Vorentscheidung und stand doch da, wie ein geprügeltes Kind.

Was in den Köpfen der Spieler vorging, fasste Torschütze Langer treffend zusammen: "Leere!"

Ein bisschen mehr hatte er schon noch mitzuteilen, doch er musste sich erst noch sammeln. "Die Niederlage tut mega weh. Was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten, konnten wir zu Beginn gut umsetzen und erzielen das 1:0", war für Langer lange Zeit alles im Lot.

So richtig fassen konnte er die zweite Saisonpleite nicht. Sie zeichnete sich auch nicht unbedingt ab. "Wir hauen uns die Dinger teilweise selbst rein. Erst der Ausgleich nach einem eigenen Standard, dann noch das Eigentor. Mehr fällt mir dazu auch erstmal nicht ein", bricht Langer sein Fazit vorübergehend ab. Man merkt richtig, wie konsterniert er ist.

Georgi Sarmov war Dreh- und Angelpunkt des Chemnitzer Spiels.
Georgi Sarmov war Dreh- und Angelpunkt des Chemnitzer Spiels.  © Picture Point / Kerstin Dölitzsch

Kein Wunder, denn der CFC wurde nicht von übermäßig starken Meppenern geschlagen. Vielmehr hat er sich selbst geschlagen, weil er sich einmal mehr konteranfällig zeigte und im Umschaltspiel katastrophal verteidigte. In der ersten Halbzeit war das noch nicht der Fall.

Allerdings, weil die Gastgeber mangels Anspielstationen und dem Gegenpressing von Meppen selbst häufig hintenrum spielten.

Fast jeder Ball lief über den "Sechser" Georgi Sarmov. Der 33-jährige Bulgare musste machen, was seine Nebenleute nicht wollten oder konnten. Stellenweise holte er sich die Bälle an der letzten Reihe ab und trug sie Richtung Mittellinie. Ein Überraschungsmoment konnte damit nicht kreiert werden.

Als das Spiel Mitte der zweiten Hälfte so richtig an Fahrt aufnahm, ergaben sich Abwehrlöcher noch und nöcher. Die ziehen sich mittlerweile durch die noch junge Saison. Denn schon gegen Mannheim und in Köln setzte es so die Gegentore. Woran liegt das? Die mangelnde Umstellung von Regionalliga zur 3. Liga lässt Langer jedenfalls nicht als Ausrede gelten: "Wir treffen falsche Entscheidungen und scheuen uns davor, das taktische Foul zu ziehen."

Ist der CFC zu brav für die 3. Liga? "Statt einfach nur nebenher zu laufen müssen wir einfach mal eklig sein und dazwischenhauen! Die Gelbe Karte halt mitnehmen und dann weitermachen", fordert Langer fürs Halle-Derby.

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