CFC-Pokalheld Langer: "Nichts für schwache Herzen"

Chemnitz - Mit den Kräften völlig am Ende, aber überglücklich! CFC-Mittelfeldmann Matti Langer sollte nach einer Verletzung in der rechten Ferse gar nicht spielen. Dann schnürte er im dramatischen Halbfinale gegen den 1. FC Lok Leipzig einen Doppelpack und verwandelte seinen Elfer sicher. Nach der Feier-Zeremonie in der Südkurve sprach TAG24 mit Langer.

Matti Langer schnürte gegen Lok einen Doppelpack. Hier trifft er zum 2:0.
Matti Langer schnürte gegen Lok einen Doppelpack. Hier trifft er zum 2:0.  © Picture Point / Kerstin Dölitzsch

TAG24: Können Sie diesen verrückten Abend schon in Worte fassen?

Langer: "Für die Zuschauer war es ein Riesenspiel. Beide Teams sind absolut ans Limit gegangen, hätten den Sieg verdient gehabt. Wir hatten das glückliche Ende auf unserer Seite. Ich bin mega happy."

TAG24: Zwei Tore - wann ist das Ihnen das letzte Mal gelungen?

Langer: "Ich glaube, das war in der C-Jugend, und dort auch nur im Training. Ab und zu treffe ich den Ball eben auch mal ganz gut."

TAG24: Warum hat es der CFC nach dem 2:0 so spannend gemacht?

Langer: "Wir hatten das Spiel im Griff, können das dritte Tor machen und bekommen kurz vor der Pause aus dem Nichts den Anschluss. Danach war es ein typischer Pokalfight, in dem es ständig hoch und runter ging, sich beide Mannschaften nichts geschenkt haben. Der blanke Wahnsinn und nichts für schwache Herzen."

TAG24: Haben Sie schon mal ein so langes Elfmeterschießen erlebt?

Langer: "Im Moment kann ich mich an gar kein Elfmeterschießen erinnern. Ich bin froh, dass es so gelaufen ist und wir das Ding gewonnen haben."

Die Pokalhelden Matti Langer (l.) und Jakub Jakubov freuen sich jetzt aufs Finale gegen Zwickau.
Die Pokalhelden Matti Langer (l.) und Jakub Jakubov freuen sich jetzt aufs Finale gegen Zwickau.  © Picture Point / Kerstin Dölitzsch

TAG24: Ihr Einsatz stand auf der Kippe. Warum hat es doch noch geklappt?

Langer: "Ich konnte in der Tat kaum trainieren, hatte gefühlte 20 Behandlungen in drei Tagen bei unseren Physios und Asevida in Leipzig. Ein großer Dank an die Jungs. Im Spiel hat die Ferse gezwickt, aber es war aushaltbar."

TAG24: Denken Sie schon an das Finale gegen Zwickau?

Langer: "Nein. Wir mussten mit Lok Leipzig eine schwere Hürde überwinden. Allein darauf waren wir fokussiert. Jetzt wollen wir am Sonnabend in Neugersdorf die Meisterschaft klar machen. Dann können wir an das Finale denken."

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