Diskussionen nach Rathaus-Absage: Steigen die CFC-Fans jetzt als Investor ein?

Chemnitz - Wer hilft dem Chemnitzer FC finanziell aus der Patsche? Im laufenden Etat fehlen 493.000 Euro. Insolvenzverwalter Klaus Siemon (59) forderte deswegen vom Rathaus einen Zuschuss von 750.000 Euro und kassierte eine klare Absage (TAG24 berichtete).

CFC-Fans überlegen jetzt, wie sie ihren Verein retten können.
CFC-Fans überlegen jetzt, wie sie ihren Verein retten können.  © Haertelpress

In himmelblauen Fankreisen wird heiß darüber diskutiert, inwiefern die Anhänger die benötigten Gelder zur Verfügung stellen könnten. Eine Option ist, Spenden einzusammeln. Das ruft jedoch Skeptiker auf den Plan, die fürchten, das Geld würde einfach versickern.

Ihr Alternativvorschlag: Die Fans tun sich zusammen und steigen als Investor ein. Durch die am 26. Oktober erfolgte Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die Chemnitzer FC Fußball GmbH wäre dies sogar möglich, sofern genügend Kapital zusammenkommt.

Pro zehn Prozent werden von Siemon eine Million Euro veranschlagt. Im Gegenzug für das finanzielle Engagement erhalten die Fans Stimmrecht für die Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand der Spielbetriebsgesellschaft.

Dass ein Modell mit Fans als Aktionären funktionieren kann, zeigt ein Blick in die USA. Das American-Football-Team "Green Bay Packers" aus Green Bay/Wisconsin (100.000 Einwohner) kommen als einziger NFL-Klub ohne Großinvestor aus.

Der vierfache Super-Bowl-Champion befindet sich in der Hand von 361.000 Anteilseignern aus der eigenen Fanbasis.

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