Nach Nazi-Skandal: 12.000 Euro Strafe für CFC und leere Südtribüne!

Chemnitz - Das Urteil ist gefallen! Der CFC muss nach dem Nazi-Skandal vom 9. März am Rande des Heimspiel gegen die VSG Altglienicke wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger 12.000 Euro Strafe zahlen.

Die Südtribüne gedachte dem verstorbenen Ex-Neonazi.
Die Südtribüne gedachte dem verstorbenen Ex-Neonazi.  © Harry Härtel/Haertelpress

Zudem bleibt die Südtribüne - dort wurde am 9. März dem verstorbenen Ex-Neonazi Thomas Haller minutenlang "gedacht" - am Sonnabend im Regionalliga-Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz leer.

Zwei weitere Heimspiele, in denen der Fanblock im Stadion an der Gellertstraße zuschauerlos bleiben muss, setzte das Sportgericht des NOFV zur Bewährung aus.

Über vier Stunden dauerte die mündliche Verhandlung am Montag in Leipzig. Vom CFC waren unteren anderem Sport-Geschäftsführer Thomas Sobotzik, Pressesprecher Steffen Wunderlich - beide wurden als Zeugen angehört - und Insolvenzverwalter Klaus Siemon anwesend. Die CFC Fußball GmbH akzeptierte den Richterspruch. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Himmelblauen kommen damit vergleichsweise glimpflich davon. Von den 12.000 Euro Strafe können 5000 Euro in vereinseigene Anti-Rassismus-Arbeit investiert werden.

"Der NOFV hat null Toleranz gegenüber Rassismus. Mit dem Urteil ist ein deutliches Signal gesetzt worden. Der NOFV und der Chemnitzer FC haben eine gesellschaftliche Verantwortung, der sie gerecht werden müssen. Das Gericht hat im Strafmaß berücksichtigt, dass der Chemnitzer FC bereits erste Maßnahmen ergriffen und sich auf das Schärfste von den Geschehnissen distanziert hat", erklärte Richter Stephan Oberholz im Anschluss an die Urteilsverkündung.

Mit dem Verzicht auf einen Punktabzug - auch der wäre laut Rechts- und Verfahrensordnung des NOFV möglich gewesen - ist der CFC die Regionalliga-Meisterschaft kaum noch zu nehmen.

Theoretisch benötigt die Mannschaft von Trainer David Bergner am Sonnabend gegen Meuselwitz noch einen Zähler. Das Hinspiel hatte der CFC deutlich mit 5:0 gewonnen.

Drei Spieltage vor Saisonschluss liegen die Chemnitzer neun Punkte vor dem Zweiten Berliner AK 07. Der Spitzenreiter hat zudem die deutlich bessere Tordifferenz.

Thomas Haller.
Thomas Haller.  © Harry Härtel/Haertelpress

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