Darum verlässt Tim Danneberg den CFC

Mittelfeldmann Tim Danneberg marschiert im Derby gegen Zwickau über das Spielfeld.
Mittelfeldmann Tim Danneberg marschiert im Derby gegen Zwickau über das Spielfeld.  © Frank Kruczynski

Chemnitz - Tim Danneberg hätte die "100" beim CFC gern vollgemacht. Der Mittelfeldspieler hat lange mit sich gerungen und sich letztlich für seine Familie entschieden.

"Ich werde Ende August zum zweiten Mal Papa. Oma und Opa wohnen 500 Kilometer entfernt. Wir wollen einfach wieder näher an unserer Familie dran sein", erzählt Danneberg.

Der Schritt, die Himmelblauen nach fast drei Jahren zu verlassen, ist ihm nicht leicht gefallen. "Ich war immer mit Herzblut dabei, habe mich richtig wohl gefühlt. Ich wäre gern geblieben, weil ich nach wie vor fest davon überzeugt bin, dass der CFC eine gute Entwicklung nehmen wird", betont der 31-Jährige:

"Aber ich bin auch ein absoluter Familienmensch und möchte meine Priorität jetzt auf meine Frau Karen, die mir immer den Rücken freigehalten hat, und meine beiden Kinder lenken."

Papa Tim Danneberg mit Töchterchen Lotta.
Papa Tim Danneberg mit Töchterchen Lotta.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Seine Tochter Lotta wurde vor zwei Jahren in Chemnitz geboren.

In knapp drei Monaten wird ein Junge das Licht der Welt erblicken. "Ich wäre in Gedanken immer bei meiner Familie gewesen und hätte wahrscheinlich nicht mein volles Leistungsvermögen auf den Platz bringen können", erklärt Danneberg.

Am Tag nach dem erfolgreichen Landespokal-Finale teilte er in einem Vier-Augen-Gespräch CFC-Sport-Vorstand Steffen Ziffert seine Entscheidung mit. "Er hatte mich für die neue Saison fest eingeplant. Aber er hat mich auch sofort verstanden und konnte meine Beweggründe absolut nachvollziehen", so Danneberg, der im August 2014 aus Kiel kam und 97 Drittligaspiele für den CFC bestritt.

Einen neuen Verein hat er noch nicht gefunden. Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit wird es ihn und seine Familie in die Gegend von Bielefeld verschlagen, wo Lottas Großeltern wohnen.

Jetzt geht’s erst einmal nach Südfrankreich. "Wir fahren mit dem Auto an die Côte d’Azur, wollen uns St. Tropez, Monaco, Nizza anschauen und viel mit der Kleinen unternehmen“, verrät Danneberg, der seine Zelte in Chemnitz noch nicht abgebrochen hat: „Ich werde sicher noch mal bei der Mannschaft vorbeischauen und mich von allen verabschieden."


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0