CFC-Endres: Darum sind wir Mittelmaß

Abwehrchef Marc Endres steckt viel ein. Hier in einem Zweikampf in Würzburg.
Abwehrchef Marc Endres steckt viel ein. Hier in einem Zweikampf in Würzburg.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Den Humor hatte Marc Endres (25) nach dem 1:1 in Würzburg nicht verloren. „Wir nehmen einen glücklichen, dreckigen Punkt mit - genauso hatten wir es uns vorgenommen“, sagte der CFC-Abwehrchef und musste dabei schmunzeln.

Natürlich lieferte er noch eine ernsthaftere Analyse. Denn dass der himmelblaue Motor seit einigen Wochen unrund läuft, ist auch ihm nicht entgangen.

„Spielerisch hatten wir uns mehr vorgenommen. Aber die Würzburger haben es uns nicht einfach gemacht. Bis zum Schluss hatten sie fast jeden zweiten Ball“, meinte Endres.

„Es ist nicht nur die Offensive, wenn wir keine Tore schießen. Und es ist nicht nur die Vierer-Abwehrkette, wenn wir Tore kassieren“, nahm er die gesamte Mannschaft in die Pflicht.

Endres glaubt, dass der CFC ein Kopfproblem hat.
Endres glaubt, dass der CFC ein Kopfproblem hat.

Endres hob die positiven Dinge hervor: „Wenn man sieht, wie die letzten beiden Spiele gelaufen sind und dass wir da noch vier Punkte mitgenommen haben - das tut uns enorm gut. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht.“

Auf die gute Moral lässt sich zweifellos aufbauen. Erreichte 15 Punkte nach elf Spieltagen bedeuten aber nur Mittelfeld und Mittelmaß.

Endres: „Dass viel mehr in der Mannschaft steckt, dass in naher Zukunft mehr kommen kann oder muss, ist uns natürlich auch klar.“

Wie gelingt es dem CFC, schon am Donnerstagabend im Ost-Klassiker gegen Erfurt wieder mehr spielerische Akzente zu setzen? „Das ist auch eine Kopfsache. Wir brauchen Erfolgserlebnisse“, meinte Endres.

„In Würzburg lagen wir das fünfte Mal in Folge 0:1 zurück. Wir sind zurückgekommen. Darauf lässt sich aufbauen.“

Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer


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