Deshalb ist der CFC noch nicht am Ende seines Weges

Frank Löning machte im Stile eines Torjägers mit dem 4:1 den Deckel drauf auf die Partie gegen Kiel.
Frank Löning machte im Stile eines Torjägers mit dem 4:1 den Deckel drauf auf die Partie gegen Kiel.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Diejenigen, die nach nur zwei Toren in drei Spielen bereits von einem „Offensiv-Problem“ beim CFC sprachen, wurden am Sonnabend eines Besseren belehrt. Mit 4:2 (2:1) fegten die Himmelblauen die Kieler „Störche“ eindrucksvoll vom Platz.

Neben dem Doppel-Torschützen Anton Fink (28) war der erste Heimsieg der Saison auch ein Verdienst des unermüdlichen Frank Löning (33).

Der bereitete das 1:0 von Reagy Ogfosu (14.) mit einer mustergültigen Flanke vor. Vor dem 2:0 (Fink, 17.) gewann er das entscheidende Kopfball-Duell. Mit dem 4:1 machte Löning nach einem Konter endgültig den Deckel drauf.

„Natürlich ist es wichtig, dass ich als Stürmer treffe. Aber wenn ich in drei Spielen vier Tore vorbereite, bin ich auch zufrieden“, sagte Löning nach seinem ersten Saisontor.

Vier Treffer gegen eine Mannschaft, die in der letzten Saison die beste Defensive der Liga besaß, sind ist eine echte Hausnummer. Das wusste auch Löning. „Vier Tore gegen Kiel - das spricht für uns. Aber es gibt auch viele Dinge, die nicht so gut waren. Wir hatten super 25 Minuten, danach haben wir fast komplett den Faden verloren.“

Nach 70 Minuten schlugen die Chemnitzer aber erneut eiskalt zu. Der wieselflinke Ofosu wurde im Strafraum umgerissen. Fink verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. „Dieses Spiel war wieder ein Schritt nach vorn. Dass man besser steht, dass man Torchancen herausholt, dass man nicht nur nach hinten arbeitet, sondern auch nach vorn - das war heute in Ordnung, aber immer noch zu wenig. Wir sind noch nicht am Ende unseres Weges“, meinte Löning.

Das sah auch CFC-Trainer Karsten Heine (60) so. „Für uns ist sehr erfreulich, dass wir vier Tore geschossen haben. Aber was das Erfreulichste ist: Wir haben noch Luft nach oben. So ein Spiel darf man sich mit einer 2:0-Führung nicht aus der Hand nehmen lassen“, fand Heine auch kritische Worte für die Sieger.

Foto: Frank Kruczynski


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0