Vorbei mit der guten Laune! Beim CFC herrscht wieder Alarm

Trainer Karsten Heine konsterniert auf der Pressekonferenz in Kiel.
Trainer Karsten Heine konsterniert auf der Pressekonferenz in Kiel.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Von einer positiven Grundstimmung innerhalb seiner Mannschaft hatte CFC-Trainer Karsten Heine vor der Reise nach Kiel gesprochen. Damit dürfte es vorerst vorbei sein!

Denn für positive Stimmung gibt es seit Sonnabend, 15.45 Uhr, keinen Anlass. Zu ernst ist die Lage nach der 2:5-Niederlage an der Kieler Förde. Gleich im ersten Spiel des Jahres wurden die Himmelblauen bitterböse vorgeführt.

Nicht etwa von einer Spitzenmannschaft, sondern vom Tabellen-16. Holstein Kiel. Der hatte in zehn Heimspielen zwei Mal gewonnen und dabei elf Tore erzielt. Bis die Chemnitzer kamen und fleißig Geschenke verteilten.

Neuzugang Alexander Bittroff erwischte keinen guten Tag.
Neuzugang Alexander Bittroff erwischte keinen guten Tag.

Innerhalb von 20 Minuten trafen die „Störche“ vier Mal, verwandelten den 0:1-Rückstand durch das Tor von Philip Türpitz (8. Minute) in ein 4:1. Die Gastgeber gewannen am Ende verdient mit 5:2 und zogen in der Tabelle am CFC vorbei.

„Die Kieler sind ohne großes Zutun ihrerseits zu den Toren gekommen. Unser Defensivverhalten war unzureichend“, erklärte Heine. Statt Aufbruchstimmung herrscht Katzenjammer in Chemnitz! Fünf Gegentore hat der Club unter Heine noch nie kassiert!

Dabei sollte mit dem erneuten personellen Umbruch alles besser werden. Alle fünf Winter-Neuzugänge kamen zum Einsatz. Sie passten sich nahtlos an das schwache Niveau, das der CFC im Herbst vor allem in fremden Stadien verkörperte, an.

Torhüter Marius Gersbeck leitete mit seinem Querschläger den Ausgleich durch Steven Lewerenz ein. Beim direkten Lewerenz-Freistoß zum 2:1 zeigte er keinerlei Reaktion. Vor dem 3:1 wehrte die Leihgabe von Hertha BSC den Ball vor die Füße des Torschützen Mathias Fetsch ab.

Doch auch Jan Koch machte es nicht viel besser, ihm unterlief ein kapitaler Fehler.
Doch auch Jan Koch machte es nicht viel besser, ihm unterlief ein kapitaler Fehler.

Auch Alexander Bittroff erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der Neuzugang vom Zweitligisten FSV Frankfurt bekam Lewerenz nie in den Griff und blieb zur Pause zurecht draußen.

Bittroff hatte allerdings seit Mitte August kein Pflichtspiel mehr bestritten und war erst am Mittwoch zur Mannschaft gestoßen.

Nach der Pause kam für ihn Jan Koch. Der Verteidiger fabrizierte einen kapitalen Fehlpass in den eigenen Strafraum. Lewerenz nahm auch diese Einladung dankbar an und traf zum 5:2-Endstand.

Torjäger Daniel Frahn bekam kaum einen verwertbaren Ball serviert, fiel nur bei einem abgewehrten Kopfball in der 63. Minute auf. In den Schlussminuten feierte auch Eke Uzoma sein Debüt im CFC-Trikot. Da war der Kuchen längst gegessen.

Die Kost von Kiel wird dem CFC schwer im Magen liegen. „Wir haben hier völlig zurecht verloren“, sagte Heine, der mit seiner Mannschaft schnellstens die Kurve kriegen muss. Sonst droht der Gang in die Regionalliga!

Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer


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