Kevin Conrad: "In dieser Liga kannst du dir nie sicher sein!"

Ein Foto fürs persönliche Geschichtsbuch: Mit diesem Linksschuss erzielte Kevin Conrad (l.) das 1:0 gegen Halle.
Ein Foto fürs persönliche Geschichtsbuch: Mit diesem Linksschuss erzielte Kevin Conrad (l.) das 1:0 gegen Halle.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Kann der Chemnitzer FC seine Erfolgsserie (2 Siege, 3 Remis) beim Schlusslicht in Bremen weiter ausbauen?

„Wenn wir die Konzentration hoch halten, wird es vielleicht nicht so emotional wie gegen Halle. Aber dann wird es wieder ein hochklassiges Spiel“, sagt Kevin Conrad (25).

Der stand beim 3:1 gegen den HFC erneut als Innenverteidiger seinen Mann. Und er trat als Torschütze in Erscheinung, erlebte völlig neue Glücksgefühle.

Conrad, seit August 2013 beim CFC, traf in seinem 71. Drittliga-Einsatz erstmals.

„Die Freude nach dem 1:0 war riesig, zumal meine Eltern auf der Tribüne saßen“, blickt Conrad zurück: „Doch wichtiger war, dass wir die drei Punkte geholt haben.

Jubelnd lief Kevin Conrad nach seinem Tor Richtung Nordtribüne. Dort saßen seine Eltern.
Jubelnd lief Kevin Conrad nach seinem Tor Richtung Nordtribüne. Dort saßen seine Eltern.

Halle war richtig gut drauf, hatte eine gute Spielidee - aber wir konnten die wuchtigen Offensiv-Spieler ganz gut bändigen.“

Das sei ein Verdienst der gesamten Mannschaft gewesen, betont der Abwehrmann.

„Wir haben die Hallenser und davor die Mainzer schon vorn so gut bearbeitet, dass ihre Spitzen nicht zur Entfaltung kamen. Beides waren Spiele, wo wir die Grundordnung wieder drin hatten. Das war ausschlaggebend“, sagt Conrad.

Eine Initialzündung sieht er im fünften Saisonsieg (noch) nicht. „Davon kann man erst reden, wenn wir in Bremen gewinnen. Die haben Aue gerade 4:0 weggehauen. Das zeigt: In dieser Liga kannst du dir nie sicher sein.“

Die Neuen kommen ins Rollen

Ist mit den Transfers zufrieden: Sportdirektor Stephan Beutel.
Ist mit den Transfers zufrieden: Sportdirektor Stephan Beutel.

Chemnitz - Mit Kevin Kunz (23), Jamil Dem (22), Marcel Kaffenberger (21) und Alexander Nandzik (23) standen zuletzt vier der elf Neuverpflichtungen in der Startelf.

MOPO24 sprach mit Sportdirektor Stephan Beutel (49).

MOPO24: Vier aus elf - macht Sie diese Quote endlich glücklich?

Beutel: „Glücklich macht mich, dass die Mannschaft ins Rollen gekommen ist und Punkte holt. Sie hat gegen Halle eine ordentliche Leistung abgeliefert. Dass die Neuzugänge Qualität haben, davon waren wir immer überzeugt.“

MOPO24: Aus Ihren Worten klingt große Zufriedenheit …

Beutel: „Ich denke, vier aus elf ist eine vernünftige Quote. Jungen Spielern sollte man eine gewisse Zeit der Eingewöhnung geben. Der eine oder andere Neue blockiert zudem die Position. Wenn Kunz stark hält, kommt der zweite neue Torhüter, Daniel Batz, nicht vorbei. Das gilt im zentralen Mittelfeld auch für Dem, der seit Wochen sensationell spielt. Hier muss sich Marco Rapp gedulden.“

MOPO24: Neben Rapp kam auch Martin Fenin nicht zum Zuge. Haben Sie Hoffnung, dass beide entscheidend weiterhelfen können?

Beutel: „Wenn die Mannschaft einen Lauf hat, wird es natürlich immer schwieriger, in den Kader zu kommen. Zu beiden kann ich sagen, dass sie in der täglichen Arbeit alles reinhauen, sich nicht hängen lassen und versuchen, sich körperlich in eine noch bessere Verfassung zu bringen. Von der Disziplin her kann man ihnen wirklich nichts unterstellen.“

Fotos: dpa/Hendrik Schmidt, Picture Point/K. Kummer, Igor Pastierovic


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0