Hoher Aufwand, wenig Ertrag: So kommt der CFC nicht voran

Trainer Karsten Heine konnte nicht zufrieden sein mit dem Ertrag seiner Mannschaft.
Trainer Karsten Heine konnte nicht zufrieden sein mit dem Ertrag seiner Mannschaft.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Hoher Aufwand, geringer Ertrag – das ist die Erkenntnis beim CFC nach dem 1:1 im Ost-Klassiker gegen Rot-Weiß Erfurt.

Zwar blieben die Himmelblauen am Donnerstagabend zum dritten Mal in Folge ohne Niederlage. Doch sie treten im Mittelfeld der 3. Liga auf der Stelle.

Entsprechend groß war die Unzufriedenheit. „Wir hatten gefühlte 18 Torschüsse und geraten durch ein ganz blödes Gegentor in Rückstand. Das 1:1 ist deutlich zu wenig für uns“, sagte Angreifer Frank Löning (34). Er rettete mit seinem verwandelten Foulmeter (65.) wenigstens einen Zähler.

Vier Minuten vorher hatte Marc Höcher mit einem direkten Freistoß die Thüringer überraschend in Führung gebracht. Die Gastgeber investierten viel.

Nils Röseler und Christian Cappek (v.l.) enttäuscht nach dem Spiel.
Nils Röseler und Christian Cappek (v.l.) enttäuscht nach dem Spiel.

Sie besaßen in der Schlussviertelstunde durch Löning und den eingewechselten Christian Cappek weitere zwei hervorragende Einschuss-Möglichkeiten. Doch beide zielten knapp neben das Erfurter Tor.

„Ich bin im Moment richtig down“, gestand Mittelfeldspieler Tim Danneberg (29) nach den packenden 90 Minuten. „Wir haben einen enormen Aufwand betrieben, ein leidenschaftliches Spiel abgeliefert, defensiv fast nichts zugelassen – doch am Ende gehst du mit einem 1:1 hier raus.“

„Man hat wieder einmal gesehen, dass im Fußball nicht immer die Leistung entscheidend ist, sonst wären wir als klarer Sieger vom Platz gegangen“, erklärte CFC-Trainer Karsten Heine (60).

Am Ende zählen die Tore. Und da erzielte seine Elf trotz drückender Überlegenheit nur eins – vom Elfmeterpunkt.

Fotos: Picture Point/Kristin Kummer


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