Ist er ein himmelblaues Opfer?

Zu wenig Konstanz und zu kompliziert: Karsten Heine ist nicht zu einhundert Prozent von Kehl-Gomez überzeugt.
Zu wenig Konstanz und zu kompliziert: Karsten Heine ist nicht zu einhundert Prozent von Kehl-Gomez überzeugt.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Er kann beim CFC auf nahezu allen Positionen spielen, doch einen Stammplatz hat Marco Kehl-Gomez (23) nicht. Auch in Mainz droht ihm wieder die Bank, da Kevin Conrad (25) in die erste Elf zurückkehrt.

„Seine Vielseitigkeit zeichnet ihn aus. Als Trainer wünscht man sich solche Fußballer. Für den Spieler ist das nicht ganz so einfach“, erklärt Trainer Karsten Heine (60).

Kehl-Gomez kam im Sommer 2014 zu den Himmelblauen. 29 Drittliga-Einsätze hat er seitdem bestritten, ein Tor geschossen. Meist wurde er ein- oder ausgewechselt.

Die laufende Saison begann für ihn vielversprechend. Der Schweizer stand nach einer guten Vorbereitung zum Auftakt in Aalen (0:0) in der Startformation. Er enttäuschte nicht, saß anschließend aber wieder draußen.

"Opfer seiner Vielseitigkeit" - so bezeichnet CFC-Trainer Karsten Heine seinen Spieler.
"Opfer seiner Vielseitigkeit" - so bezeichnet CFC-Trainer Karsten Heine seinen Spieler.

Am 7. Spieltag in Dresden (0:1) kam er die letzten 30 Minuten zum Einsatz. Beim 1:1 gegen Erfurt kehrte er in die Anfangself zurück. Dort stand er auch beim Pokal-Aus in Dresden.

„Was Marco fehlt, ist die Konstanz. Und er lässt sich hin und wieder zu komplizierten Dingen hinreißen, statt sie einfach zu lösen“, erklärt Heine. „In erster Linie ist er aber ein Opfer seiner Vielseitigkeit.“

Kehl-Gomez kommt mit seiner Rolle innerhalb der Mannschaft gut zurecht. „Ich habe mich riesig gefreut, dass ich gegen Erfurt und in Dresden von Anfang an spielen durfte. Am Ende zählt aber immer der Erfolg der Mannschaft.“

Er gibt alles, damit er in Mainz erneut dabei sein darf. „Ich werfe mich in den Spielen und im Training voll rein, will mich empfehlen. Wer am Ende aufläuft, entscheidet der Trainer.“

Stellt Heine Conrad in die Innenverteidigung, könnte Kehl-Gomez auf der rechten Abwehrseite bleiben.

Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer


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