Beendet König seine Karriere in Chemnitz?

Meist saß König beim CFC in der vergangenen Saison nur auf der Bank.
Meist saß König beim CFC in der vergangenen Saison nur auf der Bank.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Den Mannschafts-Ausflug nach Mallorca hat Ronny König in diesem Jahr ausgelassen. „Aus diesem Alter bin ich raus“, schmunzelt der CFC-Angreifer.

Grund zum Feiern hätte „King“ auch nicht wirklich gehabt. Die abgelaufene Saison verlief für ihn persönlich enttäuschend. Mit großen Erwartungen war der bullige Mittelstürmer im Sommer 2015 vom Bundesliga-Aufsteiger Darmstadt 98 zum CFC zurückgekehrt.

Ein Jahr später stehen 25 Einsätze (1 Tor) in der Bilanz. Nur acht Mal lief er von Beginn auf. „Ich hätte gern öfter gespielt. Es sollte nicht sein.“

Im Sommer 2015 feierte König (r.) noch mit Darmstadt 98 den Aufstieg in die Bundesliga. Danach musste er allerdings gehen.
Im Sommer 2015 feierte König (r.) noch mit Darmstadt 98 den Aufstieg in die Bundesliga. Danach musste er allerdings gehen.

König ist keiner, der Stunk macht! Geduldig hat er seine Rolle ertragen.

„Bevor ich beim CFC unterschrieben habe, wurde mir gesagt, dass wir mit zwei Spitzen und dahinter mit Anton Fink als Zehner spielen würden“, erklärt der 32-Jährige: „Dieses System wäre mir sicher entgegengekommen. Leider hat Trainer Karsten Heine in der Hinrunde kein einziges Mal so spielen lassen.“

Heine-Nachfolger Sven Köhler setzte ebenfalls auf ein taktisches System mit einer Spitze. Die hieß Daniel Frahn. König kam unter dem neuen Trainer vier Mal in den Schlussminuten zum Einsatz.

Die letzten drei Partien saß er komplett draußen. „Es gibt überhaupt keinen Grund, sich zu ärgern. Daniel hat es richtig gut gemacht“, meint König. „Wichtig ist, dass wir als Mannschaft erfolgreich waren. Ich stelle mich hinten an und freue mich mit.“

Ronny König (l.) im Gespräch mit Trainer Sven Köhler.
Ronny König (l.) im Gespräch mit Trainer Sven Köhler.

Einen Wechsel in der Sommerpause schließt der gebürtige Lichtensteiner, der bis 2017 Vertrag hat, aus: „Ich werde bald 33 Jahre alt. Am 13. Juni geht es für alle wieder bei Null los. Ich werde versuchen, mich anzubieten.“

Gefreut hat sich König in dieser Saison mit seinen beiden Ex-Vereinen. Der FC Erzgebirge, für den er von 2011 bis 2014 79 Zweitligaspiele (13 Tore) bestritt, schaffte die direkte Rückkehr ins Unterhaus.

„Man muss einfach anerkennen, was die Auer mit der neu zusammengestellten Mannschaft erreicht haben!“ Die Darmstädter hielten in der Bundesliga die Klasse.

„Alle haben vor der Saison gesagt, dass es ihnen wie den Paderbornern und Braunschweigern ergehen wird und dass sie direkt wieder absteigen werden“, sagt König.

„Aber was Trainer Dirk Schuster mit seiner Mannschaft und den begrenzten Möglichkeiten geschafft hat, ist einfach sensationell!“

Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer; imago


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