"Jetzt reicht's": Bierhoff wegen Nachfrage zu Özil und Gündogan genervt!

Eppan/Südtirol - Oliver Bierhoff reagierte schon bei der ersten Frage auf der DFB-Pressekonferenz gereizt. Das leidige Thema: Mal wieder Mesut Özils und Ilkay Gündogans Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Im Trainingslager wirkte DFB-Manager Oliver Bierhoff eigentlich entspannt.
Im Trainingslager wirkte DFB-Manager Oliver Bierhoff eigentlich entspannt.  © DPA

Bei der 1:2-Testspielniederlage in Klagenfurt gegen Österreich hatte es Pfiffe gegen Mesut Özil und Ilkay Gündogan gegeben.

Hat der DFB wirklich alles getan, um dieses Thema ein für allemal zu beenden?

Bierhoff platzte bei dieser Frage der Kragen: "Was hätten wir noch mehr machen sollen? Ich finde, wir haben sogar sehr viel gemacht! Und jetzt reicht's dann auch!"

Eine klare Ansage des Europameisters von 1996, der dann aber etwas versöhnlicher sagte: "Also ich glaube, man hat jetzt vieles gesagt, es ist vieles diskutiert worden, es wird uns auch weiter begleiten", ist sich der 50-Jährige sicher.

Denn "Pfiffe für Özil gab es auch vor der Geschichte", hielt Bierhoff fest.

"Was ich den beiden Spielern nur sage: Hakt es ab, beschäftigt euch nicht damit. Wir hoffen natürlich nicht - bei aller Verärgerung die wir haben - wir sind ein Team auch mit Deutschland, mit unseren Fans."

Hinsichtlich dieser Geschichte sei nichts weiteres geplant, schloss Bierhoff dieses Thema für sich ab.

DFB-Manager Oliver Bierhoff reagierte genervt auf die Nachfragen zu Mesut Özils Foto mit Recep Tayyip Erdogan.
DFB-Manager Oliver Bierhoff reagierte genervt auf die Nachfragen zu Mesut Özils Foto mit Recep Tayyip Erdogan.  © DPA

Özil ist für das Spiel am Freitagabend (19.30 Uhr) gegen Saudi-Arabien ohnehin nicht einsatzfähig.

Laut den Ärzten habe Özil "eine Prellung am Knie." Man wolle "kein unnötiges Risiko eingehen."

Er habe heute auch "Sprints gemacht", weshalb Bierhoff nicht glaubt, dass das für die WM ein Thema sei. "Wir haben ja noch ein bisschen Zeit und es ist nichts Dramatisches." Es sei aber auch keine so leichte Verletzung, dass ein Einsatz gegen Saudi-Arabien klug sei.

"Er hat noch spezielle Laufeinheiten hier gemacht." Man habe auch genug Varianten, um Özil "an der ein oder anderen Stelle zu ersetzen", merkte Bierhoff an und kam auch auf Mario Gomez zu sprechen.

Der 32-Jährige sei ein reifer Spieler, der schon viel erlebt habe und der "das Turnier ganz bewusst" wahrnehmen werde.

"Das wichtigste ist natürlich, dass er sich dem Trainer aufdrängt. So ein Turnier hat ja nicht nur etwas mit der Jokerrolle zu tun. Man kann auch eine Stammposition wieder übernehmen. Ich glaube, die Mannschaft mit der hohen Qualität wird auch von diesem Konkurrenzkampf leben", sagte Bierhoff. Diesen müsse man positiv führen.

"Mario hat die Entschlossenheit, den Fokus, das merkt man auch beim Training schon, bei den Abschlüssen. Er weiß, was er kann und was er machen muss, um erfolgreich zu sein", verdeutlichte Bierhoff die gute Form von Gomez.


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