So ein Spiel erwartet Jogi Löw gegen die Ösis

Eppan/Südtirol - Der letzte Test vor der finalen WM-Kader-Bekanntgabe! Bundestrainer Joachim Löw erwartet am Samstagabend (18.00 Uhr) in Klagenfurt mit Österreich einen starken Gegner.

Ist gesundheitlich auf dem Weg der Besserung: Arsenals Mesut Özil.
Ist gesundheitlich auf dem Weg der Besserung: Arsenals Mesut Özil.

"Österreich ist für uns ein wichtiges Testspiel", sagte Löw auf der DFB-Pressekonferenz.

"Das Ergebnis ist für mich völlig neben angestellt. In der Phase ist es wichtig, dass wir gute Erkenntnisse ziehen und dass wir manche Abläufe, die wir trainiert haben, auch sehen."

Und Löw erwartet einen schweren Gegner, der vor wenigen Tagen WM-Gastgeber Russland mit 1:0 besiegte: "Die Österreicher sind eine gute Mannschaft."

Unter dem neuen Trainer Franco Foda komme die Mannschaft auf vier Siege in vier Spielen. "Unter anderem gegen Uruguay", wie Löw anmerkte. Das hätte "Aussagekraft."

Es ist nur bedingt möglich, den Gegner auszurechnen: "Österreich spielt sehr variabel. Sie spielen einen guten Kombinationsfußball", meinte Löw.

Gerade die vielen Legionäre, auch aus der Bundesliga, würden das Team stark machen. Österreich werde der DFB-Elf "sehr viel abverlangen", ist sich der Bundestrainer sicher und kam direkt zum nächsten wichtigen Thema: Der finalen Bekanntgabe des WM-Kaders. Das Spiel werde auf jeden Fall bei Entscheidungsfindung helfen, sei aber "nicht der Maßstab aller Dinge", verdeutlichte der 58-Jährige.

Ein Sorgenkind der letzten Wochen wird dann schon wieder dabei sein: Mesut Özil, von dem Löw übrigens nicht mehr erwartet, wie es fälschlich kolportiert wurde: "Das ist falsch interpretiert worden. Ich habe mit Mesut vor ein paar Tagen ein längeres Gespräch geführt."

Erwartet mit Österreich einen echten Härtetest: Bundestrainer Joachim Löw.
Erwartet mit Österreich einen echten Härtetest: Bundestrainer Joachim Löw.  © DPA

In diesem hätte er dem Arsenal-Akteur gesagt, dass er "noch das ein oder andere aufholen muss", weil er in England die letzten drei Wochen wegen anhaltender Rückenprobleme nicht gespielt habe.

Löw habe Özil gesagt: "Wir brauchen dich in einer starken körperlichen Verfassung. Du musst noch ein bisschen Substanz aufbauen." Daran habe er die letzten Tage immer wieder gearbeitet und nähere sich nun langsam seiner Form an.

Damit die Belastung für ihn und die anderen Spieler nicht zu hoch wird und Löw von allen mitfahrenden Spielern wichtige Eindrücke bekommt, plane er, sein Wechselkontingent auszuschöpfen.

Diese würden dann eine Hilfestellung bei der Auswahl der Spieler sein, die noch aussortiert werden müssen. Vier Spieler wird es dann treffen.Für Löw eine harte, aber notwendige Entscheidung: "Im persönlichen Gespräch tut es auch mir weh."

Es sei das deshalb für keinen "aus dem Trainerstab ein schönes Gefühl", denn "diese Absagen sind für einzelne Spieler, die in den Trainingseinheiten alles reingelegt haben, um dabei zu sein, eine wahnsinnige Enttäuschung."

Es breche "erstmal eine kleine Welt zusammen und die Enttäuschung ist riesengroß, wenn jemand abreisen muss", verdeutlichte Löw die Schwere seiner Aufgabe.

In so einem niederschlagenden Moment wollen die Spieler "keine langen Gespräche, sondern einfach gehen. Das muss man ihnen dann auch zugestehen", sprach Löw aus seiner langjährigen Erfahrung.

Dennoch ist er froh, die Qual der Wahl zu haben: "Wir haben Gott sei Dank keine Spieler, die im Moment verletzt sind." Hoffentlich bleibt das auch so.

Jonathan Tah wurde 2014 nachnominiert, als er gerade in Miami angekommen war.
Jonathan Tah wurde 2014 nachnominiert, als er gerade in Miami angekommen war.  © DPA

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