Löw fordert Treibstoff! So soll es mit der Titelverteidigung fürs DFB-Team klappen

Südtirol - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bereitet sich bis zum 7. Juni in Südtirol, genauer gesagt in der Sportzone Rungg, auf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland vor. Am Donnerstag wurde das Trainingslager offiziell eröffnet.

Bundestrainer Joachim Löw machte auf der ersten DFB-Pressekonferenz aus dem Trainingslager in Südtirol klare Ansagen.
Bundestrainer Joachim Löw machte auf der ersten DFB-Pressekonferenz aus dem Trainingslager in Südtirol klare Ansagen.

Gut gelaunt, aber auch fokussiert präsentierte sich Joachim Löw auf der ersten Pressekonferenz aus dem DFB-Trainingslager in Südtirol.

Löw sprach von "besten Voraussetzungen" für eine "gute Vorbereitung" seiner Mannschaft, die noch nicht vollzählig ist. "Es sind im Moment 19 Spieler hier."

Fehlen also noch acht Mann. Toni Kroos bestreitet am Samstagabend das Champions-League-Finale mit Real Madrid gegen den FC Liverpool. Dieser wurde vom Bundestrainer auf Nachfrage gelobt: "Mit der WM 2014 ist er in seiner Spielweise und Persönlichkeit unheimlich gereift. Er ruht immer in sich und ist wahnsinnig professionell."

Auch deshalb und wegen der "Strukturen" sei Kroos immer "belastbar" und könne ohne Verschleiß eine Vielzahl aller Spiele absolvieren. "Er ist ein Schlüsselspieler, Leistungsträger und Anführer", wie Löw dem Mittelfeldspieler weiter höchste Anerkennung zollte.

Die Akteure, die am Wochenende noch gespielt haben, hätten zwei zusätzliche freie Tage bekommen.

Ohnehin stünden die "ersten Tage im Zeichen der Individualität", weil jeder Akteur auf einem anderen Stand sei. Genau dafür seien diese ersten Trainingseinheiten wichtig. Löw will "alle auf ein Niveau führen."

Auch auf Manuel Neuer kam der 58-jährige Coach noch einmal zu sprechen: "Er muss das Training so absolvieren, dass er überhaupt keine Probleme hat."

Ein gut gelaunter Bundestrainer zum Start des Trainingslagers in Südtirol: Joachim Löw stand auf der ersten Pressekonferenz Rede und Antwort.
Ein gut gelaunter Bundestrainer zum Start des Trainingslagers in Südtirol: Joachim Löw stand auf der ersten Pressekonferenz Rede und Antwort.  © DPA

Alle seien sich der Verantwortung bewusst.

"Es sieht im Moment sehr gut aus", versicherte Löw.

Eine andere Personalie ist Jerome Boateng entscheide sich am Freitag nach einer abschließenden Untersuchung, wann genau er ankommt. Löw beruhigt: "Alles läuft bei ihm nach Plan."

Besonders interessant wird auch sein, wer es nicht in Löws endgültigen WM-Kader schafft: "Wir setzen uns vor der endgültigen Nominierung zusammen. Alle sollen die gleichen Chancen haben."

Man müsse wie vor jedem Turnier abwarten, ob sich noch Spieler verletzen. Schließlich stehen mit den beiden Partien gegen Österreich und Saudi-Arabien und den zwei Tests am Montag und Mittwoch gegen die eigene U20 noch vier Härtetests auf dem Programm.

Eine Überraschung gab es im vorläufigen Kader allerdings. Dieser Spieler vom SC Freiburg ist auch für Löw ein Neuling: "Ich will mir von Nils Petersen einen Eindruck verschaffen. Ich traue ihm viel zu. Er ist fußballerisch gut."

Gespannt darf man auch darauf sein, wie es nach dem Turnier mit der älteren Generation um Neuer und Khedira weitergeht: "Was nach der WM mit der goldenen Generation passiert, das weiß ich nicht", führte aber weiter aus: "Es ist denkbar, dass es einen Umbruch gibt", vermutete der Bundestrainer.

Wichtig sei auch die Belastungssteuerung vor und während dem Turnier: "Der Treibstoff muss immer vorhanden sein."

Eventuell müsse auch mal auf mehreren Positionen gewechselt werden, um Frische ins Team zu bringen: "Ich muss im Turnier sehen, wer der hohen Belastung standhält und wer mal eine Pause braucht."


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