Das wirft Thomas Müller Fans und Medien vor!

Sotschi - Thomas Müller hat mal wieder einige Sprüche rausgehauen! Er analysierte die Niederlage gegen Mexiko sehr detailliert und scharfsinnig und bat die anwesenden Pressevertreter um Einigkeit.

Thomas Müller (l.) versuchte die Journalisten mit Charme und Humor vom Zusammenhalt zu überzeugen. Marco Reus (r.) musste nur selten etwas erklären.
Thomas Müller (l.) versuchte die Journalisten mit Charme und Humor vom Zusammenhalt zu überzeugen. Marco Reus (r.) musste nur selten etwas erklären.

Müller führte detailliert aus: "Fußball-Deutschland ist als amtierender Weltmeister natürlich extrem daran interessiert, was mit der Mannschaft hier passiert. Deswegen waren natürlich auch die Leute im Vorfeld nach den beiden Testspielen besorgt."

Dann verdeutlichte Müller, was ihn an den deutschen Fans und der kritischen Berichterstattung stört: "Es ist zwar in Deutschland schon immer so, dass ich selten in Mannschaften gespielt habe, wo man von außen das Gefühl hatte, man wird gepusht, man wird unterstützt, aber natürlich haben wir auch Angriffsfläche geliefert."

Er betonte: "Fehleranalysen auf der sachlichen Ebene" seien "auf jeden Fall angebracht - auch von außen!"

Der 28-Jährige stellte aber auch klar: "Andererseits habe ich es natürlich von außen, wenn Niederlagen passieren und schlechte Spiele gemacht werden, auch einfach, weil wenn man verliert, können tausend Gründe schuld sein."

Man könne "noch so viele Fragen versuchen zu beantworten, wir werden nie die richtige Antwort finden, dass alle glücklich und zufrieden sind", erklärte Müller.

Marco Reus war neben Thomas Müller auf der Pressekonferenz zur Statistenrolle verdammt und kam nur selten zu Wort, traf dann auch keine nachhaltigen Aussagen.
Marco Reus war neben Thomas Müller auf der Pressekonferenz zur Statistenrolle verdammt und kam nur selten zu Wort, traf dann auch keine nachhaltigen Aussagen.  © DPA

"Was man sagen kann ist, wir sind selbstkritisch genug, um die Situation zu analysieren." Das habe man jetzt "auch schon mehrere Tage" gemacht, sagte Müller.

Nun sei es wichtig, gemeinsam und positiv nach vorne zu blicken: "Wir haben noch zwei richtig dicke Aufgaben hier in der Gruppe zu erledigen. Wir müssen beide Spiele gewinnen. Der Druck ist enorm hoch. Aber wir werden jetzt sicherlich nicht die beiden Spiele gewinnen, wenn wir uns selbst zerfleischen", machte Müller eine klare Ansage.

Dann richtete er einen Appell an die anwesenden Medienvertreter: "Trotz aller Aufgaben, die auch jeder von den Medien hat, auch Fehleranalysen zu machen, würde ich mir wünschen, ein bisschen weniger ins Persönliche zu gehen."

Der eloquente Müller führte anschließend noch detailliert aus, wie sehr ihn die Niederlage und vor allem der negative Spielverlauf gegen Mexiko beschäftigten, wie viele Fragen er sich zu dieser Partie noch heute stellt.

Die Gründe für die Auftaktniederlage waren zwar vielfältig, doch Müller gelang es, zwei entscheidende Aspekte aufzuzählen: "Toni Kroos hatte einen Kettenhund bei sich und Mats Hummels war auch zugestellt."


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