Pokal-Drama in Chemnitz: CFC verliert bei Elfer-Krimi gegen HSV die Nerven

Chemnitz - Drama-Queen" Chemnitzer FC! Wenn es zuletzt etwas über die Himmelblauen zu berichten gab, ging es zur Sache. Die DFB-Pokal-Partie gegen den Hamburger SV stand dem in Nichts nach. Vor 13130 Zuschauern lieferte sich der Club zuhause mit dem früheren "Bundesligadino" einen packenden Fußballkrimi, der erst im Elfmeterschießen entschieden wurde.

Fingerzeig! Dejan Bozic hat zur zwischenzeitlichen Führung getroffen und die Mannschaft kommt zum Jubeln.
Fingerzeig! Dejan Bozic hat zur zwischenzeitlichen Führung getroffen und die Mannschaft kommt zum Jubeln.  © Harry Härtel / Härtelpress

Dort behielt Adrian Fein die Nerven und schoss den HSV mit 8:7 n.E. (0:0,2:2,0:0) in die nächste Runde.

"War die Woche auch hart...", als die Klubhymne ertönte, ließ man unweigerlich die letzten sieben Tage rund um den Eklat mit Daniel Frahn und den Dauerzwist mit Insolvenzverwalter Klaus Siemon Revue passieren.

Vor dem Spiel veranstalteten die CFC-Fans noch einen Fanmarsch (TAG24 berichtete).

Auf der Südkurve und Gegengerade hielten sie zudem Frahns Nummer 11 hoch. Als die Startelf verlesen wurde, schallte es jedes Mal nur "Frahn Fußballgott".

Doch dann stand endlich nur das runde Leder im Vordergrund. Chemnitz, dass kurzfristig ohne Kapitän Niklas Hoheneder (muskuläre Probleme) auskommen musste, spielte bärenstark. In der ersten Halbzeit verlegte sich die Bergner-Elf aufs bloße Verteidigen.

Himmelblau stand mit zehn Mann hinter dem Ball und setzte auf Nadelstiche. Hamburg gab den Ton an, wirkte am Ball aber planlos. Mehr als ein Pfostenschuss von Jeremy Dudziak (37.) sprang nicht heraus.

Nullnummer zur Pause in Chemnitz: Nach dem Seitenwechsel geht die Post ab

Fünf springen hoch. Den Ball erwischt der Chemnitzer Torhüter Jakub Jakubov mit den Fäusten.
Fünf springen hoch. Den Ball erwischt der Chemnitzer Torhüter Jakub Jakubov mit den Fäusten.  © Harry Härtel/Härtelpress

So richtig ging die Post erst nach dem Seitenwechsel ab. Der CFC agierte jetzt etwas frecher und wurde prompt belohnt. Tarsis Bonga setzte sich auf halblinks konsequent durch und schloss aus gut 18 Metern straff ab.

Rick van Drongelen warf sich dazwischen und bekam den Ball an den Arm - Elfmeter!

Eine Aufgabe für Dejan Bozic (57.), der schon in der 3. Liga gegen Viktoria Köln vom Punkt traf und auch diesmal die Nerven behielt.

Für den HSV war es der Weckruf, denn nur fünf Minuten später zog Lukas Hinterseer konsequent zum Fünfer und glich aus.

Aber der Underdog ließ sich davon nicht beeindrucken. Gleich zwei HSVer verschätzten sich bei einer CFC-Ecke und Matti Langer stellte auf 2:1 (68.). Hamburg geschockt? Mitnichten! Sonny Kittel (75.) zirkelte einen direkten Freistoß genau unter die Latte.

Jetzt wurde es ein echter Pokalkrimi, der erst im Elfmeterschießen vor der "Süd" entschieden wurde. Dort versagten den CFC-Schützen Clemens Schoppenhauer sowie Sören Reddemann (CFC) die Nerven und Fein schoss den HSV weiter.

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