Überraschung perfekt! Paderborn schmeißt St. Pauli aus dem Pokal

Beim 1:0 für den SCP gab es für St.-Pauli-Keeper Himmelmann nichts zu halten.
Beim 1:0 für den SCP gab es für St.-Pauli-Keeper Himmelmann nichts zu halten.  © DPA

Paderborn - Der Rahmen für die erste Runde des DFB-Pokals in Paderborn hätte nicht besser sein können! Zum 110. Vereinsjubiläum empfing der SCP die Kiezkicker vom FC St. Pauli, um den erfolgreichen Saisonstart auch im Pokal zu unterstreichen.

Cheftrainer Steffen Baumgart vertraute auf eine ähnliche Startelf wie beim 3:1-Sieg im Westfalenpokal gegen Preußen Münster. Drei Auswechslungen nahm er vor: Für Sebastian Wimmer, Koen van der Biezen und Aykut Soyak (alle Bank) begannen Massih Wassey, Dennis Srbeny und Ben Zolinski.

Obwohl die Hausherren furios begannen und deutlich aktiver auftraten, gehörte die erste echte Chance (14.) den Gästen: Nach einem missglückten Rückpass legte SCP-Keeper Michael Ratajczak den Ball für Aziz Bouhaddouz auf, doch der Hamburger Angreifer war zu überrascht, um den Ball zu verwandeln.

Beide schenkten sich in der Folge nichts, waren aber auch darum bemüht, genau so wenig anbrennen zu lassen. In der 39. Minute war es dann fast soweit: Sven Michel bediente Srbeny mit einem perfekten Pass an der Fünferlinie entlang, doch der Stürmer verpasste.

Besser machten es die Paderborner zwei Minuten später (41.), als Lasse Sobiech einen Einwurf mit dem Kopf genau vor die Füße von Wassey klärte, der mit seinem starken linken Fuß abzog und den Ball unhaltbar an Keeper Philipp Heerwagen vorbei im Tor unterbrachte: 1:0 zur Pause!

Massih Wassey (2.v.r.) feiert seinen Treffer zum 1:0!
Massih Wassey (2.v.r.) feiert seinen Treffer zum 1:0!  © DPA

Während der SCP keinen Grund zum Wechseln hatte, reagierte Pauli-Trainer Olaf Janßen auf den Rückstand und brachte mit Waldemar Sobota und Jeremy Dudziak zwei neue Spieler.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stand Zolinski, dessen Schuss haarscharf am Pfosten vorbeiging, zunächst im Mittelpunkt. Das intensive Spiel des 25-Jährigen hinterließ seine Spuren und Thomas Bertels kam für ihn (62.).

Paderborns Schlussmann war es zu verdanken, dass die Kiezkicker in der 74. Minute nicht zum Ausgleich kamen. Nach einem Handspiel von Sebastian Schonlau, der dafür die Gelbe Karte bekam, zwirbelte Bouhaddouz den folgenden Freistoß knapp unter die Latte, doch Ratajczak hielt überragend.

Fünf Minuten später (79.) dann die Vorentscheidung! Michel startete einen Konter über die rechte Seite und bediente Stürmer Christopher Antwi-Adjej, der den Ball eiskalt zum 2:0 im Tor versenkte. Wenig später durfte der Torschütze unter Standing Ovations raus, für ihn kam Darryl Geurts.

Doch dann kamen plötzlich die Hamburger wieder ins Spiel: Während der SCP zwei hochkarätige Chancen liegen ließ, verkürzte Sami Allagui auf 1:2. Baumgart reagierte und brachte mit van der Biezen einen frischen Stürmer auf den Platz.

Sogar die Möglichkeit zum 2:2 hatte Allagui in der fünfminütigen Nachspielzeit noch auf dem Fuß, doch er brachte den Ball nicht mehr über die Linie. Der SCP erkämpfte sich mit einem 2:1-Sieg einen der heiß begehrten Plätze in der 2. Runde des DFB-Pokals!

Schauspielerin und Sängerin Carolin Kebekus zieht am 20. August während der ARD-Sportschau (18 Uhr) die Lose für die zweite Runde. Die Begegnungen sind für den 24. und 25. Oktober terminiert.

Titelfoto: DPA


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