Warum stand Neuer auf einmal bei der U20 im Tor?

Eppan - Manuel Neuer hat den nächsten Härtetest bestanden! Der viermalige Welttorwart hütete am Mittwochmittag das Tor der U20-Auswahl, die dennoch 0:2 gegen die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw verlor.

Manuel Neuer hütete am Mittwoch 70 Minuten das Tor der U20-Nationalmannschaft.
Manuel Neuer hütete am Mittwoch 70 Minuten das Tor der U20-Nationalmannschaft.

Löws Co-Trainer Thomas Schneider erzählte auf der Pressekonferenz, wie sich Neuer geschlagen hat: "Manuel hat heute 70 Minuten bei der U20 gespielt, hat auch einiges aufs Tor bekommen und hat auch einige sehr gute Paraden dabei gehabt", sagte Schneider.

Nur Thomas Müller per Elfmeter und Julian Draxler konnten Neuer in diesem Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit bezwingen.

Man könne trotzdem "noch nicht mit Sicherheit sagen", ob Neuer bei der WM in Russland dabei ist.

Allerdings sparte Schneider nicht mit Lob: "Heute musste er über einen längeren Zeitraum sehr konzentriert bleiben. Wenn alles so weiterläuft, wie bisher, dann wird er voraussichtlich am Samstag spielen."

Das wäre der entscheidende Härtetest für Neuer, wenn es in Klagenfurt gegen Österreich geht (18.00 Uhr).

U20-Trainer Frank Kramer gab an, seine "Leihgabe" nicht speziell vorbereitet zu haben: "Die Jungs wissen ganz genau, wenn da Manuel Neuer hinten drin steht, dann fighten die für ihren Keeper nochmal ein Stückchen mehr."

Manuel Neuer (l.) mit U20-Trainer Frank Kramer (r.).
Manuel Neuer (l.) mit U20-Trainer Frank Kramer (r.).  © DPA

Kramer hat Neuer wie viele Zuschauer nur im Fernsehen oder im Stadion spielen sehen, aber noch nicht aus nächster Nähe: "Manuel Neuer ist ein perfekter Torwart. Die Ausstrahlung und wie er sich bewegt, wenn man das live auf dem Spielfeld sieht, ist das nochmal ein Stück beeindruckender. Ich könnte nicht erkennen, wo er die letzten acht Monate war."

Schneider fügte auf Neuers Torwartspiel bezogen hinzu: "Er ist in allen Bereichen komplett und ist nicht umsonst so oft Welttorhüter gewesen."

Für Marc-André ter Stegen, der eine starke Spielzeit als Stammtorwart beim FC Barcelona hinter sich hat, ist die Situation besonders schwierig, weil er voll im Saft steht, ein überragender Keeper ist und eventuell dennoch für jemanden platz machen muss, der seit dem 16. September 2017 kein Pflichtspiel mehr bestritten hat.

"Es ist keine glückliche Konstellation für Marc. Aber wenn man einen Torhüter hat, der so unfassbar gut ist, dann möchte man ihm natürlich so lange wie möglich die Tür offenhalten", wie Schneider verdeutlichte.


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