Deshalb ist Leroy Sané laut Miro Klose nicht im WM-Kader!

Eppan/Südtirol - Bei der Nationalmannschaft kann Leory Sané laut DFB-Co-Trainer Miroslav Klose nicht "so oft zünden", wie in der Premier League. Das sagte der Weltmeister von 2014 auf der letzten DFB-Pressekonferenz aus dem Trainingslager.

Co-Trainer Miroslav Klose (vorne) und Bundestrainer Joachim Löw (hinten) bereiten eine Trainingseinheit vor.
Co-Trainer Miroslav Klose (vorne) und Bundestrainer Joachim Löw (hinten) bereiten eine Trainingseinheit vor.  © DPA

Vorneweg lobte Klose den Flügelflitzer: "Er weiß es, dass er unheimlich talentiert ist, dass er so eine Schnelligkeit mitbringt, die kann man selten irgendwo sehen."

Das Problem sei allerdings: "Er bringt sie in der Premier League herüber, nur, wenn man ganz ehrlich sieht, hat er viele Spielmomente jetzt im Training gehabt und in den Spielen und irgendwie kann er bei uns jetzt nicht so oft zünden, wie in der Premier League. Es war wirklich eine harte Entscheidung. Das war eher für Julian und nicht gegen Leroy", erklärte Klose die Entscheidung.

Er gab auch zu, dass er an dieser beteiligt war: "Ich bin ja im Trainerteam tätig und äußere dann natürlich auch meine Meinung. Ich fand es unheimlich schön, wie er darauf reagiert hat. Er nimmt das sehr positiv an. Er weiß, dass er daraus seine Schlüsse ziehen muss, wo es letztendlich gehapert hat."

Linksverteidiger Jonas Hector, der auf der Pressekonferenz ebenfalls für die Fragen der Pressevertreter zur Verfügung stand, sagte zu Sané: "Leroy hat sich von uns verabschiedet, hat uns natürlich auch viel Glück gewünscht und das haben wir natürlich gerne angenommen."

Jonas Hector (r.) im Duell mit Englands Adam Lallana (l.).
Jonas Hector (r.) im Duell mit Englands Adam Lallana (l.).  © DPA

Der 28-Jährige spielte zwar schon bei der Europameisterschaft 2016 für Deutschland, ordnet die WM aber noch höher ein: "Die WM ist nochmal ein Stück weit größer. Deswegen freue ich mich natürlich extrem, dabei zu sein."

Der 37-fache Nationalspieler träumte schon im Kindealter davon: "Ich glaube, jeder Junge möchte irgendwann mal für die Nationalmannschaft spielen. Darüber hinaus gerne mal bei einem großen Turnier dabei sein."

Er hofft dabei, so "viele Spiele" wie möglich zu machen.

Der famose Miro Klose gab schon eine Personalie für das Testspiel am Freitagabend gegen Saudi-Arabien (19.30 Uhr) bekannt: "Wir sitzen ja jeden Tag mit dem Trainerteam zusammen. Das einzige, was ich sagen kann ist, dass Timo Werner morgen auf jeden Fall auflaufen wird."

Doch er lobte auch dessen Sturmkonkurrenten Mario Gomez, mit dem er noch zusammenspielte: "Wir hatten immer ein sehr faires, inniges Verhältnis miteinander. Wir haben uns wirklich respektiert und auch gegenseitig gepusht. Ich fand ihn immer als Spieler fantastisch, weil er im Sechzehner enorme Qualitäten hat. Linker, rechter Fuß, Kopfball, und ja, menschlich war er immer top, ein Mannschaftsspieler. Das zeichnet ihn aus."

Am Samstag wird Klose dann seinen 40. Geburtstag feiern: "Ich werde wahrscheinlich gemütlich etwas Essen gehen. Ich bin ja eh nicht so einer, der großartig Geburtstage feiert."


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