5:0! Irre Torshow von Lewandowski beschert Bayern in Frankfurt den Supercup

Frankfurt - Die Revanche für das Pokalfinale im Mai ist geglückt: Der FC Bayern München hat bei der Rückkehr von Niko Kovac nach Frankfurt den Supercup geholt - vor allem Dank Sturm-Gigant Robert Lewandowski!

Bestens gelaunter Rückkehrer: Bayerns Trainer Niko Kovac.
Bestens gelaunter Rückkehrer: Bayerns Trainer Niko Kovac.  © DPA

Vor voller Hütte - 51.500 Zuschauer zog das Duell zwischen Pokalsieger und Meister in die Commerzbank Arena - zeigte der Rekordmeister eine konzentrierte Leistung und servierte die Hessen souverän mit 5:0 (2:0) ab!

Die erste Halbzeit begann ausgeglichen - doch mit ihrer ersten Gelegenheit gingen die Gäste in Führung: Lewandowski köpfte nach Flanke von Joshua Kimmich lässig ein (21.).

Der polnische Stürmer-Star hatte aber noch lange nicht genug und nutzte seine Lufthoheit an diesem Abend wenig später erneut zum 2:0 für die Bayern aus (26.).

Im zweiten Abschnitt war es Robben, der für das erste Ausrufezeichen der Gäste sorgte (47.). Doch nur einer war an diesem Abend überhaupt nicht zu stoppen: Lewandowski setzte sich wuchtig gegen David Abraham durch und baute die Führung aus (54.). Der eingewechselte Kingsley Coman besorgte in der 63. Minute das 4:0, Thiago schoss zum 5:0-Endstand ein (85.).

David Abraham (re.) schiebt seinen bulligen Körper vor den quirligen Franck Ribéry.
David Abraham (re.) schiebt seinen bulligen Körper vor den quirligen Franck Ribéry.  © DPA

Frankfurts Trainer sorgte bei der Nominierung seiner Premieren-Elf für die ein oder andere Überraschung: Weder Ante Rebic (Trainingsrückstand nach WM-Urlaub) noch Luka Jovic liefen von Beginn an im Sturm auf - Sebastien Haller bekam den Vorzug.

Die Flügelzange bildeten Mijat Gacinovic und Marco Fabian. Besonders enttäuscht müsste Timothy Chandler gewesen sein: Der Verteidiger stand nicht einmal im Kader für die Partie.

Hütters Vorgänger Niko Kovac schickte die geballte Power des Rekordmeisters auf den Rasen. Lediglich Jerome Boateng, der das Abschlusstraining aufgrund von Patellasehnenproblemen abgebrochen hatte, musste durch Niklas Süle ersetzt werden.

Nach einer stimmungsvollen Eröffnungs-Choreographie auf dem Rasen ging es rein in die Partie. Und die erste Chance gehörte den Hausherren: Nach einer Flanke von Gacinovic kam Jonathan De Guzman zum Kopfball, allerdings ohne die nötige Wucht (16.).

Die Bayern ließen sich vom ordentlichen Beginn der Frankfurter allerdings nicht beeindrucken und schlugen mit ihrer ersten Gelegenheit zu: Eine präzise Hereingabe von Joshua Kimmich von rechts nickte Robert Lewandowski locker zur Führung ein (21.).

Nur fünf Minuten später klingelte es erneut im Kasten der Supercup-Gastgeber: Robbens Ecke veredelte Lewandowski per Kopf zum 2:0 (26.) - Eintracht-Keeper Frederik Rönnow hatte beim Rauslaufen gezögert.

Der Druck der Münchner nahm nicht ab: Thomas Müller versuchte es gefühlvoll aus der Distanz, doch der Ball drehte sich links am Kasten vorbei (37.). Mit einer verdienten Führung des FCB ging es für 15 Minuten in die Katakomben.

Mit Köpfchen zum zweiten Tor: Robert Lewandowski.
Mit Köpfchen zum zweiten Tor: Robert Lewandowski.  © DPA

Mit einer starken Parade von Rönnow gegen Robben startete der zweite Durchgang direkt mit einem Highlight (47.).

Die SGE hechelte den dominanten Bayern weiterhin hinterher. Nach Vorarbeit von Robben und Müller setzte sich Lewandowski am Sechzehner gegen Abraham durch und schob das Leder in den Kasten - Dreierpack (54.).

Für die Eintracht kam es aber noch dicker: Der eingewechselte Kingsley Coman hatte keine Probleme, eine flache Flanke von David Alaba am zweiten Pfosten im Tor unterzubringen (63.).

Nach einer Rudelbildung - Abraham und Lewandowski waren aneinandergeraten - verließ der Matchwinner unter einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert den Rasen (72.).

Besonders bitter für den späteren Sieger: In einem Zweikampf mit Danny da Costa blieb David Alaba verletzt liegen und konnte nicht mehr weitermachen. Die Münchner, die das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatten, mussten die restliche Spielzeit zu zehnt absolvieren.

Doch selbst in Unterzahl kannte der Rekordmeister keine Gnade: Thiago netzte nach Assist von Coman ein (85.). Glück für die Adlerträger: Sandro Wagner verpasste das leere Tor kurz vor dem Abpfiff (89.).

Am Ende feierte Niko Kovac eine überaus erfreuliche Rückkehr nach Frankfurt - seine ehemaligen Kicker hingegen verließen die Arena mit hängenden Köpfen.

Nach dem Supercup ist vor dem DFB-Pokal: Für die Eintracht geht es im Rahmen der ersten Runde zum Underdog SSV Ulm. Auch die Bayern bekommen es mit einem Regionalligisten zu tun: Der SV Drochtersen/Assel fordert den FCB zum Tanz.


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