Nach Sieg gegen Halle: CFC-Slavov will sein Tor an FIFA18 schicken

Myroslav Slavov schießt ab und trifft zum 2:0 für den CFC. Vorher hatte er die Innenverteidigung des HFC vernascht.
Myroslav Slavov schießt ab und trifft zum 2:0 für den CFC. Vorher hatte er die Innenverteidigung des HFC vernascht.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Chemnitz - Wie Slalomstangen ließ Myroslav Slavov die gegnerischen Verteidiger vor seinem dritten Saisontreffer stehen.

Fabian Baumgärtel grätschte ins Leere, Hendrik Starostzik gab den Statisten und Stefan Kleineheismann kam einfach nur zu spät.

Sekunden danach machte es Rumms im HFC-Kasten: Das 2:0 für den CFC war gefallen.

Während dem neutralen Zuschauer beim Solo des 1,97 Meter großen Angreifers der Atem stockte, gab dieser den Abgezockten.

„Es war das einzig Logische, zwei Leute zu verladen! Ich sehe, wie er reinrutscht, ein Schuss wäre geblockt worden“, meint Slavov mit Verweis auf die versuchte Rettungstat von Baumgärtel.

Dass ihm diese technischen Fertigkeiten nicht jeder zutraut, ist Slavov bewusst:

Myroslav Slavov (4. v.l.) tanzt mit seinen CFC-Kollegen nach dem Sieg in Halle.
Myroslav Slavov (4. v.l.) tanzt mit seinen CFC-Kollegen nach dem Sieg in Halle.  © Picture Point/Kerstin Kummer

„Ich glaube, dass ich mein Tor an EA Sports schicke, damit sie meine Dribbelkünste anpassen. Wenn ich FIFA18 Online spiele, kann ich mich nicht einmal selbst aufstellen.“

Ab Freitag ist FIFA 18, die „Mutter aller Fußballsimulationen“, im Handel erhältlich. Es ist unwahrscheinlich, dass Slavov bis dahin besser bewertet wird. Dafür erhöht sich sein Standing im Kader. „Myro ist im Abschluss kreativ. Hier und da ist er im Training etwas selbstverliebt. Aber das hat er gut gemacht“, lobte Doppeltorschütze Julius Reinhardt die Kaltschnäuzigkeit. Coach Horst Steffen zeigte sich ähnlich angetan: „Vor dem Tor ist er eine Granate!“

Eigentlich wusste er aber schon längst um die Fähigkeiten Bescheid. „Ich habe ein paar Tore aus seiner Vergangenheit gesehen. Der Junge ist schon cool“, so Steffen. Was abseits des Protokolls nicht zur Sprache kam, aber ebenfalls für den Schlacks spricht, ist seine Physis.

Slavov ist alleine durch seine schiere Größe wie kein Zweiter im Kader in der Lage, Bälle mit dem Kopf weiterzuleiten oder festzupinnen. Nicht umsonst bekam der Ex-Bachelor in den letzten fünf Partien viermal die „Startelf-Rose“.


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