CFC-Pleite muss letzter Weckruf sein! Jetzt kommt Dreier-Kette auf den Prüfstand

Nach der Pleite gegen Unterhaching ist die Stimmung bei den Stürmern im Keller.
Nach der Pleite gegen Unterhaching ist die Stimmung bei den Stürmern im Keller.  © Picture Point / Kerstin Kummer

Chemnitz - American Football bezeichnen wir hierzulande gerne spöttisch als „Rasenschach“. In einem einzigen Football-Match können pro Team locker über 50 verschiedene Spielzüge zur Anwendung kommen. „Ja nicht ausrechenbar sein“, lautet das Credo.

Im Fußball ist die taktische Variantenvielfalt nicht ganz so ausgeprägt, leicht ausrechnen lassen will sich trotzdem niemand.

Doch genau das ist das Problem beim Chemnitzer FC!

Horst Steffen schwört auf die Dreierkette. Im Angriffsspiel agieren die Außenbahnspieler - bisher vornehmlich Fabio Leutenecker (rechts) und Marcus Mlynikowski oder Jan Koch (links) - als Mittelfeldspieler und sorgen dafür, dass sich bis zu sieben Feldspieler in die Offensive einschalten. Im Abwehrspiel unterstützen sie die drei Verteidiger - zuletzt Tom Scheffel, Marc Endres und Maurice Trapp - und werten die Dreier- zur Fünferkette auf.

Da musste sich CFC-Trainer Horst Steffen an den Kopf greifen. Seine Spieler kommen mit seiner Dreierkette offenbar nicht klar.
Da musste sich CFC-Trainer Horst Steffen an den Kopf greifen. Seine Spieler kommen mit seiner Dreierkette offenbar nicht klar.  © Picture Point/Kerstin Kummer

So sieht es zumindest die Aufstellung auf dem Taktikbrett vor.

Die Realität spricht dagegen Bände! Es fehlt die nötige Laufarbeit und noch viel schlimmer, das nötige Verständnis, wie man die Dreierkette drittligatauglich umsetzt. „Wir haben wieder vier Gegentore bekommen“, konstatierte Daniel Frahn nach der Niederlage in Unterhaching.

Vier Watsch’n in Haching und vier gegen Aalen - die fünf Einschläge gegen Rekordmeister Bayern München in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals sind kein Maßstab - dazu noch drei Gegentore in Paderborn - der CFC und insbesondere die Defensive ist weit davon entfernt, sattelfest zu sein.

„Wir haben zu oft hinten gelegen oder einen Rückstand aufholen müssen. Es wird der Mannschaft gut tun, wenn wir besser spielen“, ist sich Coach Horst Steffen sicher. Doch wie soll das gelingen? Zwischen Abwehr und Mittelfeld ergeben sich für den Gegner oftmals Freiräume, die größer sind, als der Chemnitzer Neumarkt. „Es gibt Anlässe, Dinge zu verändern“, verdeutlicht Steffen.

Das Experiment Dreierkette scheint gescheitert! In Unterhaching hatte der Trainer zur Halbzeit bereits auf Viererkette umgestellt.


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