Ist das neue Spielsystem des CFC bereits gescheitert?





CFC-Sportdirektor Steffen Ziffert 
ist vom neuen Spielsystem überzeugt, nur müsse die Mannschaft das noch 
verinnerlichen.
CFC-Sportdirektor Steffen Ziffert ist vom neuen Spielsystem überzeugt, nur müsse die Mannschaft das noch verinnerlichen.

Chemnitz - Täglich werden CFC-Sportdirektor Steffen Ziffert per E-Mail Spieler aus der ganzen Welt angeboten. Täglich lehnt er dankend ab. Der aktuelle Kader muss es richten und endlich in die Spur kommen. Mit TAG24 zieht Ziffert eine erste Bilanz.

TAG24: Fünf Punkte nach sechs Spieltagen - nur einmal stand der CFC in sieben Jahren 3. Liga schlechter da. Werden Sie unruhig?

Ziffert: „Unruhe verspüre ich nicht, Zufriedenheit auch nicht. Weder mit der Punktausbeute, noch mit der Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert hat, bin ich zufrieden.“

TAG24: Woran liegt der Stotterstart?

Ziffert: „Trainer Horst Steffen kam im Sommer mit der Idee eines neuen Spielsystems. Das war in den ersten sechs Partien nur phasenweise zu erkennen. Mit dem ausbleibenden Erfolg wurde die Mannschaft immer verunsicherter. Wir müssen jetzt schnell Stabilität reinbekommen.“

Fünf Punkte nach sechs Spieltagen - nur einmal stand der CFC in sieben Jahren 3. Liga schlechter da.
Fünf Punkte nach sechs Spieltagen - nur einmal stand der CFC in sieben Jahren 3. Liga schlechter da.  © Picture Point/Kerstin Kummer

TAG24: Ist das System mit Dreierkette bereits gescheitert?

Ziffert: „Ich bin von der Idee unseres Trainers überzeugt. Im Moment sind die Spieler allerdings nicht in der Lage, dieses System mit Dreierabwehrkette umzusetzen. Wir müssen die Länderspielpause nutzen, um Dinge auszuprobieren, die der Mannschaft wieder mehr Stabilität und Sicherheit geben und dem Gegner weniger Chancen gestatten.“

TAG24: Sind die zwölf Gegentore allein dem neuen System geschuldet?

Ziffert: „Das glaube ich nicht. Wir hatten in jedem Spiel drei, vier Ausfälle. Das kann kein Team verkraften. Ich erwarte, dass unsere erfahrenen Spieler ihrer Rolle als Führungsspieler besser gerecht werden. Da muss sich der eine oder andere steigern.“

TAG24: Mit Karlsruhe, Wehen Wiesbaden, Köln müssen nach der Pause dicke Bretter gebohrt werden ...

Ziffert: „Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt zum einfachen Fußball zurückkommen, unser Zweikampfverhalten deutlich verbessern, die Vielzahl einfacher Fehler minimieren. Wir müssen mit hundertprozentiger Überzeugung in die Spiele gehen.“

TAG24: Im Umfeld werden die kritischen Stimmen lauter. Befürchten Sie, dass die Stimmung kippt?

Ziffert: „Der große Umbruch und die gute Vorbereitung haben bei dem einen oder anderen vielleicht Hoffnungen auf eine starke Saison geweckt. Ich kenne die Stärke der dritten Liga, war von Anfang an realistisch. Wir wollen uns von den Abstiegsrängen fern halten - das war und ist unser Saisonziel.“


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