Himmelblaue CFC-Rumpftruppe von Kieler Störchen überrannt

Dennis Mast (l., CFC) und Dominic Peitz (Holstein Kiel, r.) kämpfen um den Ball.
Dennis Mast (l., CFC) und Dominic Peitz (Holstein Kiel, r.) kämpfen um den Ball.  © Imago

Kiel - Die Kieler Störche schweben Richtung 2. Liga, für den CFC geht es in der neuen Saison drittklassig weiter: Die Chemnitzer verloren am Sonnabend im hohen Norden mit 0:2 (0:0).

Drei Tage nach dem siegreichen Landespokal-Halbfinale gegen Zwickau (2:1 n. V.) lief bei den Sachsen nicht viel zusammen. Holstein Kiel war in allen Belangen deutlich überlegen.

Trainer Sven Köhler reiste mit dem letzten Aufgebot an die Förde. Auf der Bank nahm Ersatztorhüter Pierre Kleinheider als Feldspieler Platz.

Die neu formierte Abwehrreihe - den verletzten Innenverteidiger Berkay Dabanli vertrat Julius Reinhardt, Linksverteidiger Jan Koch erhielt den Vorzug vor Stefano Cincotta - bekam sofort straff zu tun. Nach einem Freistoß köpfte Dominic Peitz übers Tor (11.). Sekunden später tauchte Marvin Ducksch frei vor dem CFC-Tor auf. Er überwand Schlussmann Kevin Kunz, der Ball sprang an den Innenpfosten und zurück ins Feld!

Fünf Minuten später kam Kiel zur nächsten Großchance. Alexander Bieler zog ab - Kunz parierte mit einem Klassereflex!

Björn Jopek (Chemnitzer FC) enttäuscht am Boden.
Björn Jopek (Chemnitzer FC) enttäuscht am Boden.  © Imago

In der 30. Minute waren die Zuschauer bereits für den Torjubel aufgesprungen. Steven Lewerenz enteilte Koch auf der rechten Außenbahn, flankte an den Fünfmeterraum. Kingsley Schindler nahm die Kugel direkt - Außennetz!

Die Himmelblauen bekamen im Mittelfeld keinen Zugriff. Immer wieder wurden sie überlaufen, eine Entlastung fand nie statt.

Als sich Florian Hansch kurz vor der Pause endlich einmal durchsetzen konnte, folgte eine Flanke ins Niemandsland - diese Aktion war bezeichnend für die Harmlosigkeit der Köhler-Elf. Die sendete quasi mit dem Halbzeitpfiff das erste Lebenszeichen. Den direkten Freistoß von Anton Fink lenkte Keeper Kenneth Kronholm mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

Der Kieler Sturmlauf setzte sich nach dem Seitenwechsel zunächst nicht fort. Es schien, als müssten die Platzherren ihrem hohen Aufwand Tribut zollen. Doch in der 56. Minute sahen die 5379 Zuschauer ein echtes Traumtor. Ducksch zimmerte das Leder aus gut 20 Metern in den rechten Giebel.

Kiel führte und legte durch Dominick Drexler umgehend nach. Dieses Mal schlug es im linken Winkel ein - Kunz war erneut chancenlos.


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