Rüffel für CFC-Frahn, Lob für FSV-Brinkies

Bei den CFC-Fans war die Stimmung so mies, dass es sogar untereinander Rangeleien gab.
Bei den CFC-Fans war die Stimmung so mies, dass es sogar untereinander Rangeleien gab.  © Picture Point

Zwickau - Zwickaus Trainer Torsten Ziegner hatte seine Mannschaft am Tag vor dem Derby explizit darauf hingewiesen: Sollte CFC-Torjäger Daniel Frahn zum Elfmeterpunkt schreiten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er den Ball in die Mitte chippt.

In der 38. Minute war es soweit: Frahn schritt zum Punkt und zielte tatsächlich in die Mitte. FSV-Torhüter Johannes Brinkies hatte kein Problem, den Ball aufzunehmen.

Der Knackpunkt der Partie war diese Aktion sicher nicht. Chemnitz ging später durch Maurice Trapp mit 2:0 in Führung. Einen Bärendienst erwies Frahn den Himmelblauen mit dieser Aktion dennoch.

"Wir können uns bei Brinkies bedanken, dass wir zur Pause nicht mit drei oder vier Toren hinten liegen", sagte Ziegner, der zu Recht stolz war auf seine Elf. "Wir waren nach dem 0:2 tot. Ich dachte, jetzt bricht meine Mannschaft ein", so der Fußball-Lehrer. Doch die Westsachsen kamen eindrucksvoll zurück.

Die Zwickauer feierten ihren Derbysieg natürlich ausgelassen.
Die Zwickauer feierten ihren Derbysieg natürlich ausgelassen.  © Picture Point

Innerhalb von 15 Minuten drehten sie das Spiel, bescherten ihre Fans mit drei Toren, siegten letztlich mit 3:2.

Ziegner: „Ich musste meine Jungs in der Pause wachrütteln, ihnen sagen, dass das hier ein Bezirksderby ist, bei dem es für die gesamte Region um vieles geht!“

Zwickau baute den Vorsprung auf Chemnitz aus, liegt jetzt fünf Zähler vor dem CFC, überwintert auf einem Nichtabstiegsplatz. "Bis zur 64. Minute hatten wir das Geschehen im Griff, verteidigten gut, waren konsequent in unseren Aktionen. Dann bekommen wir die Tore, zum Teil äußerst kurios. Das ist enttäuschend und traurig", sagte CFC-Coach Horst Steffen.

Zum eingangs erwähnten Elfmeterduell meinte der 48-Jährige: "Wenn der Ball drin ist, sind alle zufrieden. Wenn der Torhüter den Ball hält, dann nicht. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass Daniel den Ball mit Schmackes aufs Tor bringt. Dafür wird es intern einen Rüffel geben."

Immerhin verschoss Frahn auf diese Art und Weise bereits den zweiten Strafstoß in dieser Saison. In Paderborn hatte Dennis Grote vom Punkt vergeben. Steffen: "Das sind Punkte, die uns nach 20 Spieltagen schmerzlich fehlen."


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