Kann sich der CFC seine teuren Torjäger Frahn und Fink noch leisten?

Stefan Bohne, erst seit Anfang März Mitglied im CFC-Vorstand, ist als Sanierer gefordert.
Stefan Bohne, erst seit Anfang März Mitglied im CFC-Vorstand, ist als Sanierer gefordert.  © Picture Point

Chemnitz - Wenn aus dem Ehrenamt plötzlich ein Vollzeitjob wird: CFC-Vorstand Stefan Bohne kommt in diesen Tagen kaum zum Durchatmen.

Der Terminkalender des 43-Jährigen ist proppevoll. Gemeinsam mit den Mitarbeitern in der CFC-Geschäftsstelle und seinen Vorstandskollegen geht es für ihn darum, das Horror-Szenario abzuwenden.

Am 2. Juni müssen die nachgebesserten Lizenzierungsunterlagen in der DFB-Zentrale vorliegen, sonst ist die Drittligalizenz weg. "Eine Mammut-Aufgabe. Wir arbeiten mit allen verfügbaren Kräften daran, diese zu lösen", betont Bohne.

Dass knapp eine Woche nach der Schock-Nachricht aus der DFB-Zentrale schon wieder deutlich geringere Summen durch die Medienlandschaft geistern - der "MDR-Sachsenspiegel" berichtete am Mittwochabend von nur noch 1,5 Millionen Euro, die dem CFC fehlen - kann Bohne nicht nachvollziehen: "Stand heute beträgt das Auflagenvolumen für die Saison 2017/18 4,6 Millionen Euro!"

Anton Fink (r.) tröstet Daniel Frahn nach einer vergebenen Torchance. Beide Top-Torjäger stehen noch bis 2018 (Fink) und 2019 (Frahn) unter Vertrag.
Anton Fink (r.) tröstet Daniel Frahn nach einer vergebenen Torchance. Beide Top-Torjäger stehen noch bis 2018 (Fink) und 2019 (Frahn) unter Vertrag.  © Picture Point

Sollte der Stadtrat in der kommenden Woche die 1,26 Millionen Euro aus der Erbbaurecht -Thematik ein zweites Mal durchwinken, müssen gegenüber dem DFB immer noch stolze 3,34 Millionen Euro nachgewiesen werden.

Bohne: "Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu zählen zum Beispiel Bürgschaften, Stundungsvereinbarungen, Werbeverträge, Darlehen über die kommende Spielzeit hinaus. Das heißt, nachweisliche Erhöhungen der Einnahmen bzw. Verringerung der Ausgaben. Die Betonung liegt auf nachweislich."

Nachdem der CFC jahrelang über seine Verhältnisse gelebt hat, muss jetzt an allen Ecken und Enden gespart werden - das steht außer Frage!

Auch im sportlichen Bereich sind Einschnitte zu erwarten. Dass die Top-Torjäger (und Top-Verdiener) Anton Fink und Daniel Frahn den Verein im Sommer vorzeitig verlassen (müssen), will Bohne nicht kommentieren.

"Das sind Spekulationen, daran beteilige ich mich nicht. Fakt ist, dass der Etat für den Profibereich von 3,5 auf 3,0 Millionen Euro sinken wird. Es ist die Aufgabe der sportlichen Leitung, dieses Budget konzeptionell zu untersetzen."


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