Pokal-Sensation bleibt aus! Bayern sind eine Nummer zu groß für SCP

Der Treffer von Sebastian Schonlau in der 8. Minute wurde abgepfiffen.
Der Treffer von Sebastian Schonlau in der 8. Minute wurde abgepfiffen.  © DPA

Paderborn - Mit Spannung erwarteten die Fans des SC Paderborn das Viertelfinale des DFB-Pokals. Es sollte nämlich kein geringerer Gegner als Bundesligist und amtierender Rekordmeister FC Bayern München zu den Ostwestfalen in die Benteler-Arena kommen.

Doch der Rekordmeister erwies sich als eine Nummer zu groß für den Underdog. Der SCP unterlag vor ausverkauftem Haus (15.000 Zuschauer) mit 0:6 (0:3). Kingsley Coman (19. Minute), Robert Lewandowski (25.), Joshua Kimmich (42.), Corentin Tolisso (55.) und ein Doppelpack von Arjen Robben (86./88.) bescherten dem Tabellenführer der Bundesliga den Einzug ins Pokal-Halbfinale.

Nach dem Unentschieden gegen Großaspach nahm SCP-Trainer Steffen Baumgart auf drei Positionen Änderungen vor: Keeper Leopold Zingerle wurde durch Michael Ratajczak ersetzt. Für Kwame Yeboah und Philipp Tietz übernahmen Massih Wassey und Ben Zolinski.

Direkt zu Beginn der Partie kam die erste Überraschung! In der 8. Minute zappelte der Ball der Paderborner im gegnerischen Netz. Ein vorzeitiger Torjubel von Sebastian Schonlau wurde dann aber doch jäh durch die erhobene Fahne des Linienrichters unterbrochen. Der Treffer kam aus dem Abseits und zählte nicht.

Der Vorwärtsdrang der Gastgeber wurde dadurch aber nur bestärkt. Selbstsicher spielte der SCP weiter nach vorne und drängte auf ein frühes Tor gegen den bayerischen Überflieger. Keeper Ratajczak hielt sein Team auf der anderen Seite immer wieder im Spiel.

In der 19. Minute hatte er gegen Kingsley Coman dann aber doch das Nachsehen. Nachdem erst Thomas Müller und dann Arjen Robben den Ball nicht über die Linie brachten, verwandelte der Mittelfeld-Spieler für die Bayern zur 1:0-Führung.

Nach einem guten Start für die Paderborner schossen die Bayern in der ersten Halbzeit drei Tore.
Nach einem guten Start für die Paderborner schossen die Bayern in der ersten Halbzeit drei Tore.  © DPA

Nur sechs Minuten später erhöhte Robert Lewandowski auf 2:0. Die Paderborner ließen sich dadurch allerdings nicht unterkriegen und blieben mutig. Trotzdem konnten sie in der ersten Halbzeit nichts mehr gegen die Gäste, die deutlich mehr Ballbesitz hatten, ausrichten.

Stattdessen legte Joshua Kimmich in der 42. Minute mit dem 3:0 nach. Mit dem ging es für beide Mannschaften dann ab zum Pausentee.

Genauso stark wie sich der SCP in der ersten Halbzeit präsentierte, ging es auch in der zweiten weiter. Die Bayern waren ihnen letztendlich aber doch überlegen. In der 55. Minute erzielte Corentin Tolisso das 4:0 für die Gäste.

Nur eine Minute später hatte Paderborn dann die Chance auf den Ehrentreffer. Nach einem schnellen Angriff scheiterte Zolinski letztendlich am Pfosten des gegnerischen Tores. Ein Nachschuss von Tietz ging über den Kasten.

Überraschend stand der Neuzugang nach einem Patzer von Niklas Süle und anschließendem Zuspiel von Michel in der 80. Minute vorm leeren FCB-Tor. Allerdings kam die Torchance anscheinend so überraschend, dass er an sich selbst scheiterte. Aus drei Metern Entfernung schoss er am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite traf Robben dafür gut sechs Minuten später erst zum 5:0 und in der 89. Minute sogar noch zum 6:0. Ohne Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Markus Schmidt pünktlich auf die Sekunde die Partie ab. Ein Ehrentreffer war den Ostwestfalen somit nicht vergönnt.

Trotz der Niederlage und dem damit einhergehenden Scheitern im Viertelfinale des DFB-Pokals gingen die Paderborner nicht als Verlierer vom Platz. Auch wenn die Sensation ausblieb, hielten sie sich wacker gegen den Rekordmeister und verzeichneten als Underdog der Partie die eine oder andere Chance.

Am Ende waren die Bayern doch eine Nummer zu groß für den SC Paderborn. Sie gewannen mit 6:0 gegen den Underdog.
Am Ende waren die Bayern doch eine Nummer zu groß für den SC Paderborn. Sie gewannen mit 6:0 gegen den Underdog.  © DPA

Titelfoto: DPA


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