Bitter! Zwickau verspielt in Mainz 2:0-Führung

Von Michael Thiele

Davy Frick köpfte Zwickau in der ersten Hälfte mit 1:0 in Führung.
Davy Frick köpfte Zwickau in der ersten Hälfte mit 1:0 in Führung.

Mainz - Reifeprüfung (fast) bestanden! Der FSV Zwickau hat beim Drittliga-Debüt einen Sieg denkbar knapp verpasst. Beim 2:2 (1:0) gegen die Bundesliga-Reserve des 1. FSV Mainz 05 sah der Aufsteiger nach Toren der „Kopfballungeheuer“ Davy Frick und Ronny König schon wie der sichere Sieger aus. Und das wäre hochverdient gewesen!

Torsten Ziegner setzte größtenteils auf die Aufstiegshelden. Mit einer Dreier- anstatt der erwarteten Vierer-Abwehrkette wartete der FSV-Coach auf.

Dadurch entstand im Mittelfeld eine nummerische Überzahl, was den Spielaufbau der Rheinhessen erfolgreich unterband. Frühes Stören, eng am Mann, so das Rezept. Und diese Taktik ging zunächst auf!

Nur in der Anfangsphase kamen die wieselflinken Mainzer durch den verunsichert wirkenden Alexander Sorge im Zentrum der Dreier-Abwehrkette zu guten Angriffen (15./22.).

Zwickaus Ronny König (r.) im Kopfballduell mit dem Mainzer  Maximilian Rossmann.
Zwickaus Ronny König (r.) im Kopfballduell mit dem Mainzer Maximilian Rossmann.

Danach zeigte sich der FSV aber vollends wach.

Patrick Göbel zieht den Sprint über rechts an, überlauft Linksverteidiger Patrick Schorr und schlägt den Ball von der Grundlinie hoch zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt. Der Rest wirkte wie einstudiert. Davy Frick steigt am höchsten und köpft wuchtig ins linke unter Eck (29.).

Das Flügelspiel über Patrick Göbel führte auch zum 2:0. Fast identisch wie beim Führungstor legte der 23-Jährige in den Strafraum, wo „King“ König den Ball in die Maschen wuchtete (61.).

Doch kurz darauf aber der Schock: Foul von Patrick Göbel an Aaron Seydel – Elfmeter Mainz. Der gefoulte schießt und verkürzt (79.). Nur zwei Minuten später stimmt nach einem Eckball von rechts die Zuordnung nicht und der Ex-Chemnitzer Matti Steinmann drückt den Ball per Kopf über die Linie (81.).

Lähmendes Entsetzen. Mainz bekommt die zweite Luft, während Zwickau den Abpfiff herbeisehnt. Nach drei Minuten Nachspielzeit erlöste Schiri Florian Heft dann den FSV. Immerhin: Den ersten Drittliga-Punkt kann den Westsachsen keiner mehr nehmen.

Fotos: propicture/Ralph Köhler, imago


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