"Durchwachsen": FSV-Coach Ziegner zieht nach der Hinrunde Bilanz

Mehr Fingerspitzengefühl von den Schiris wünscht sich FSV-Coach Torsten Ziegner: Hier stellt Nicolas Winter (l.) Ronny Garbuschewski vom Platz.
Mehr Fingerspitzengefühl von den Schiris wünscht sich FSV-Coach Torsten Ziegner: Hier stellt Nicolas Winter (l.) Ronny Garbuschewski vom Platz.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Zwickau - Besser, aber nicht gut genug! Im Vergleich zum Vorjahr, als der FSV Zwickau nach der Hinrunde mit 17 Punkten auf Platz 19 rangierte, steht die Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner aktuell besser da: auf einem Nichtabstiegsplatz!

Zufrieden ist Ziegner trotzdem nicht, und das hat einen guten Grund: Sein Team hat in den bisherigen 19 Spielen nur einen Zähler mehr erkämpft als 2016.

"Die Situation ist in diesem Jahr ein bisschen anders, weil das Feld viel enger zusammen ist. Im Vorjahr waren wir Vorletzter mit vier Punkten Rückstand. Dieses Jahr sind wir Viertletzter und haben es selbst in der Hand, über dem Strich zu überwintern", sagt Ziegner.

Die bisherigen Leistungen seiner Elf bezeichnet er als "absolut durchwachsen. Wir sind schwer in die Saison gekommen, schafften zwischendurch den Turnaround mit Siegen gegen Münster und Magdeburg und haben zum Schluss gegen bärenstarke Gegner aus Wiesbaden und Karlsruhe zu wenig Punkte geholt."

Nur ein Punkt mehr als im Vorjahr: FSV-Trainer ist nicht zufrieden mit der Hinrunde.
Nur ein Punkt mehr als im Vorjahr: FSV-Trainer ist nicht zufrieden mit der Hinrunde.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Was Ziegner neben der mageren Ausbeute geärgert hat, war das mangelnde Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter.

"Die Unparteiischen müssen wissen, dass es in vielen Spielen um die Existenz der Vereine geht, dass dadurch Emotionen und Zweikampfschärfe dabei sind, wo man nicht bei jedem Foul eine gelbe Karte ziehen muss. Ich würde mir mehr Verhältnismäßigkeit bei der Zweikampfbewertung wünschen. Wir werden aber versuchen, in Zukunft weniger gelbe Karten zu kriegen." In der Fairplay-Tabelle liegen die Zwickauer gemeinsam mit Erfurt auf dem letzten Platz.

Den Spielstil ändern wollen die Westsachsen nicht. Ziegner: "Unsere Art und Weise ist es, intensive Zweikämpfe zu führen, die aber alles andere als unfair sind."

Im Derby gegen Chemnitz soll ein Sieg her. Ziegner sagt aber auch:

"Wir bleiben Realisten. Unser Ziel sein muss, es am letzten Spieltag der Rückrunde selbst in der Hand zu haben, in der Klasse zu bleiben. Das ist das Mindestziel. Wenn wir das erreichen, haben wir eine großartige Saison gespielt."


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