Angebote aus der Heimat: Verlässt Gremsl den FSV?

Zwickau - Die Feiertage hat FSV-Angreifer Daniel Gremsl in seiner österreichischen Heimat verbracht. Gut möglich, dass er dauerhaft dorthin zurückkehrt.

Coach Joe Enochs hat den FSV ins Tabellenmittelfeld geführt. Er setzt überwiegend auf andere Spieler als auf Daniel Gremsl.
Coach Joe Enochs hat den FSV ins Tabellenmittelfeld geführt. Er setzt überwiegend auf andere Spieler als auf Daniel Gremsl.  © Picture Point / Gabor Krieg

Erste Angebote aus der 1. und 2. Liga gab es bereits. Weil der 26-Jährige bisher unter Coach Joe Enochs so gut wie gar nicht zum Zug gekommen ist, könnte es nun konkreter werden.

"In meiner Situation ist es legitim, sich umzuschauen. Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich das Gefühl, dass ich nicht gebraucht werde. Mental ist das nicht einfach und meiner sportlichen Entwicklung tut es auch nicht gut", macht Gremsl aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl.

Vor nahezu einem Jahr war der Steiermärker vom späteren Erstliga-Aufsteiger TSV Hartberg nach Westsachsen gewechselt. Geht er nun den umgekehrten Weg?

"Ich bin über Weihnachten da gewesen, weil meine Familie dort wohnt. Allerdings gibt es auch eine Anfrage aus der 1. Bundesliga und zwei aus der 2. Liga", berichtet Gremsl, ohne konkret zu werden. Ausgemacht ist ein Wechsel mitnichten: "Ich will keinen Schnellschuss wagen. Es wäre auch cool, in Zwickau zu bleiben."

Akrobatische Aktion von Daniel Gremsl. Zieht es den Österreicher schon im Winter zurück in die Heimat?
Akrobatische Aktion von Daniel Gremsl. Zieht es den Österreicher schon im Winter zurück in die Heimat?  © Picture Point / Roger Petzsche

Verblüffende Worte von einem, der es in der Hinrunde gerade auf zwei Drittliga-Spiele mit insgesamt 39 Einsatzminuten brachte.

"Der Herbst war ohne Frage eine Katastrophe. Was Kraft gibt, sind die Fans, die trotzdem zu mir halten", spielt Gremsl auf die Heimpartie gegen Rostock an, als er bei seiner Einwechslung mit großem Applaus empfangen wurde: "Auch wenn ich in der Stadt angesprochen werde, erhalte ich aufmunternde Worte und Schulterklopfer. Das tut gut!"

Von warmen Worten alleine kann sich der Österreicher aber nix kaufen: "Ich sitze ja fast nur auf der Tribüne. Da bleibt mir nur das Training, um mich anzubieten. Wenn der Coach aber auf andere Stürmertypen setzt, muss ich das akzeptieren und mich umsehen."


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